Torsten Andersson (1926–2009) Schweden

Torsten Andersson studierte 1945 zunächst an der Kunstschule Otte Sköld in Stockholm und anschließend von 1946-1950 an der Kunsthochschule in Stockholm sowie 1947 an der Kunstakademie in Kopenhagen.

Er hatte seine erste Einzelausstellung 1954 in der Galerie Blanche in Stockholm. Sein Debütwerk war geometrisch und nichtfigurativ. Nach seinem Durchbruch wuchs Anderssons Interesse für die doppelte Eigenschaft des Bildes als selbstständiger Gegenstand und bedeutungstragendes Zeichen.

Andersson nutzte die Malerei und deren Möglichkeiten, um die Illusion einer Wirklichkeit zu erschaffen, die außerhalb des Bildes nicht existiert. Anderssons malerische Werkzeuge waren entgegengesetzte Begriffe wie Malerei-Skulptur, Oberfläche-Raum, fiktiv-wirklich und figurativ-abstrakt. Mithilfe dieser Werkzeuge stellte er bildsprachliche Konversationen infrage und untersuchte diese, um einen neuen Weg für die Malerei zu finden.

1966 gab Andersson seine Professur an der Kunsthochschule in Stockholm auf, die er seit 1960 innegehabt hatte. Er zog zurück nach Benarp in Schonen, wo er früher bereits gewohnt und gearbeitet hatte, und nahm in den folgenden sechs Jahren keinen Pinsel in die Hand. Andersson hielt bis zum Ende der 1980er Jahre Distanz zur Kunstwelt und präsentierte anschließend eine monumentale, visionäre und ausgereifte Kunst.


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