Fernandez Arman (1928-2005) Frankreich

Fernandez Arman (Armand Pierre Fernandez) wurde 1928 in Nizza geboren und war ein französisch-amerikanischer Bildhauer und Künstler. Während Armans Kindheit und Jugend hatte sein Vater einen großen Einfluss auf Armans Interesse für Kultur. Antonio liebte die Malerei, Poesie und Musik und brachte seinem Sohn früh das Malen bei. Von 1946-1947 studierte Arman an der École des Arts Décoratifs in Nizza, brach die Ausbildung aufgrund der konservativen Ansichten der Schule jedoch ab. In dieser Zeit begegnete er Yves Klein. Später sollten beide eine starke Verbindung zu den Nouveaux Réalistes haben. 1949 zog Arman nach Paris, wo er an der École du Louvre studierte. Bei einer Ausstellung im Jahr 1954 entdeckte er die Werke Kurt Schwitters‘, die ihn dazu anregten, die zeitgenössische lyrische Abstraktion zu verwerfen. In den späten 1950er Jahren verschob sich der Schwerpunkt seines Schaffens von der traditionellen Malerei und Bildhauerei auf Ready-mades und das Objekt an sich. Arman begann auch damit, seine Objekte in dünne Streifen zu schneiden, um ihre innere Struktur zeigen zu können, und seine Werke in heftigen „Rages“ vor Publikum in einer Art Performance zu zerstören, um neue ästhetische Effekte auszulösen. Am bekanntesten ist Arman für seine Skulpturen, die aus Objekten zusammengesetzt sind, oft aus Musikinstrumenten wie Saxofonen und Geigen. Zwischen 1959-1962 entwickelte Arman seine bekanntesten Stile Akkumulationen und Poubelle (Müll). Hierfür sammelte er ähnliche und identische Gegenstände, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und hinter Plexiglas angeordnet wurden. Ab Mitte der 1960er Jahre verbrachte Arman viel Zeit in den USA, und 1972 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an.

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