Francis Bacon (1909-1992) Irland

Francis Bacon war einer der größten Visionäre der surrealistischen und expressionistischen Malerei in Großbritannien. 1926 zog Bacon von Dublin nach London, wo er unter anderem Möbel und Teppiche entwarf. In den 1930er Jahren malte er nur in bestimmten Perioden, aber ab Mitte der 40er Jahre widmete er sich ganz der Kunst. Er malte in einem groben figurativen Stil. Im Mittelpunkt seiner Werke steht die unmittelbare Nähe und umgekehrte Intimität, die nur das ausgeschlossene Individuum empfinden kann. Bacons Gemälde verzerrter Tierkadaver und deformierter Menschen, die in engen Räumen eingeschlossen sind, strahlen tiefe Angst und Verzweiflung am Leben aus. In vielen von Bacons Werken lassen sich auch homoerotische Züge erkennen. Bacon nimmt oft die Werke anderer Künstler wie etwa Vincent van Goghs und Eadweard Muybridges als Ausgangspunkt. Neben seinen expressiven deformierten Bildern malte er auch viele Porträts, darunter einige Selbstporträts.

Anzeige