Spätgustavianisch

Während der Regierungszeit Gustavs III. erlebte die Kunst und Kultur in Schweden eine Blütezeit. Trotz starker Einflüsse aus Frankreich wies der gustavianische Stil deutliche nationale Züge auf. Ihm zugrunde lag das Interesse an der Antike und den Ausgrabungen in Pompeji und Herculaneum. Die Eleganz und die hohe Qualität des Rokoko blieben erhalten, aber statt der weichen Linien und asymmetrischen Formen wurden Symmetrie, gerade Linien und Einfachheit angestrebt. Kommoden wurden begradigt und mit Intarsiendekorationen in kräftigen Farben, feuervergoldeten Borten und Beschlägen versehen. Stühle wurden bevorzugt in Grau und Graugrün angemalt, Stuhlbeine wurden gerade und Rückenlehnen eckig oder oval gestaltet.

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