Wassily Kandinsky (1866–1944) Russland

Wassily Kandinsky wurde am 16. Dezember 1866 im russischen Moskau geboren. Kandinsky gilt als führender Vertreter der abstrakten Kunst. Diesen Ruf erwarb er sich, da er in seinen kunsttheoretischen Studien einen eigenen Malstil entwickelte, mit dem er die als abstrakter Expressionismus bezeichnete Kunstform begründete. Seine Gemälde zeichnen sich vor allem durch kräftige und symbolische Farben aus. Die Farbe wurde von der Form befreit, und Kandinsky entwickelte in seiner Kunst eine nahezu formale Geometrie.

Der Künstler war in München und Paris tätig. Gemeinsam mit Franz Marc gründete er 1911 die Künstlergruppe Der Blaue Reiter. Als drei Jahre später der Erste Weltkrieg ausbrach, kehrte er nach Russland zurück und stand dort einer Umorganisation des russischen Kunstlebens vor. Er blieb jedoch nicht lange in seinem Heimatland. Als 1921 das Klima in der kulturellen Szene umschlug, entschloss er sich, Russland erneut zu verlassen und nach Deutschland zurückzukehren.

Dort arbeitete Kandinsky von 1922-1933 als Professor am Bauhaus. In dieser Zeit entstanden rund 160 Ölgemälde und 300 Aquarelle. Die meisten dieser Werke wurden später zerstört, da Kandinsky, wie so viele andere Künstler dieser Zeit, nicht dem Geschmack der Nazis entsprach. Nach der Machtübernahme Hitlers verließ Kandinsky Deutschland und reiste nach Paris, wo er bis zu seinem Tod am 13. Dezember 1944 lebte.

Anzeige