Eva Bonnier (1857-1909) Schweden

Eva Bonnier war eine der führenden schwedischen Künstlerinnen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eva Fredrika Bonnier wurde 1857 in Schweden geboren und starb 1909 in Kopenhagen. Bonnier war die Tochter des Verlegers Albert Bonnier und seiner Frau Betty Rubenson.
Bonnier begann ihr Kunststudium bei Arvid Gottfrid Virgin, um anschließend als 18-Jährige an der Kunstschule von August Malmström zu studieren. Mit 21 Jahren wurde sie an der Königlichen Kunsthochschule in Stockholm angenommen und zog anschließen 1883 nach Paris. Die Jahre in Paris sollten zu ihrer produktivsten Zeit werden. 1887 wurde sie als Mitglied des Salon de Paris aufgenommen, und 1889 erhielt sie auf der Weltausstellung eine Mention Honorable (eine Ehrennennung) für ihr Werk Musik. Bonnier kehrte 1889 nach Schweden zurück und wandte sich der Porträtmalerei zu. Sie war zu dieser Zeit Mitglied des Konstnärsförbundet und engagierte sich in der Opponentenbewegung. Charakteristisch für Bonniers Porträts sind ihre Aufrichtigkeit und die selten beschönigten Motive. Ulf Linde schrieb anlässlich einer Gedenkausstellung 1961: „In all ihren Bildern spürt man den lebendigen Menschen, ihre Zartheit, ihr Engagement und ihre Aufrichtigkeit. Diese Kunst ist das Gegenteil von Oberflächlichkeit, es ist tief gehende Kunst“. Bonnier hinterließ der Stadt Stockholm in ihrem Testament 385.000 Schwedische Kronen für „künstlerische Zwecke“, woraus die Stiftung Eva Bonniers donationsnämnd entstand. Zweck der Stiftung ist es, die Kosten für die Ausschmückung öffentlicher Gebäude zu zahlen, bevorzugt für Bildungszwecke, und das Schmücken öffentlicher Orte in Stockholm mit Skulpturen oder Ähnlichem zu finanzieren.

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