Francisco de Goya (1746-1828) Spanien

Francisco de Goya wurde am 30. März 1746 in Spanien geboren. Er wuchs in Saragossa in Nordostspanien auf, wo er im Alter von 14 Jahren beim Künstler José Luzan in die Lehre ging. Er setzte seine künstlerische Ausbildung fort und ging nach Madrid, wo er bei einem der größten Künstler der Zeit, Anton Raphael Mengs, in die Lehre ging. 1770 reiste er nach Italien und arbeitete rund drei Jahre lang in der königlichen Gobelinmanufaktur. Er malte gemäß dem damaligen Ideal im Stil des Barocks, Rokokos und Neoklassizismus, entwickelte allmählich jedoch einen persönlicheren Stil und eine freiere Komposition. Seine Zeit in Italien trägt dazu bei, dass er einige Jahre später, im Jahr 1799 zum ersten Hofmaler am spanischen Hof berufen wird. Ein Jahr später beginnt er seine Karriere an der Königlichen Akademie. Parallel dazu malt und zeichnet er grafische Blätter, welche die Brutalität der Napoleonischen Kriege zeigen. Das Gedankengut der Französischen Revolution und gesundheitliche Probleme führen dazu, dass Goya seinen Malstil nach 1790 ändert. Nachdem er einige Monate lang ans Bett gefesselt war, genas er wieder, wurde jedoch zunehmend schwerhörig und zum Schluss vollständig taub. Neben Porträts der Mitglieder der Königsfamilie fertigt er in dieser Zeit auch grafische Werke und Gemälde an, deren Motive seinen Erfahrungen und seinen persönlichen Gedanken entnommen sind. 1808 nahm Frankreich Madrid ein. Während der französischen Besetzung und des spanischen Befreiungskriegs lebte Goya von Auftragsarbeiten für französische und spanische Bürger und Adelige. Sein Hauptmotiv war in dieser Zeit der Krieg, und es entstand die grafische Serie Schrecken des Krieges. Die Unruhe, welche die politische Situation in Spanien auslöste, veranlasste Goya dazu, im französischen Bordeaux ins Exil zu gehen, wo er 1828 verstarb.

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