Fernand Léger (1881-1955) Frankreich

Fernand Léger wurde im nordfranzösischen Argentan geboren und gilt als einer der großen Pioniere der modernen Kunst. Schon in jungen Jahren fiel Fernand Légers zeichnerische Begabung auf, und er begann sehr früh, in einem Architekturbüro in Caen zu arbeiten. Anschließend studierte er an der Kunstakademie in Paris. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte er inspiriert von Cezanne, George Braque und Pablo Picasso seinen eigenen Stil. Die kubistische Malerei, die Fernand Léger in dieser Zeit entwickelte, gründete auf dem Kontrast von Farbe und Form. Die 1920er waren Légers kreativstes Jahrzehnt, in dem er sich vom „modernen Leben“ inspirieren ließ und den „Nouveaux Réalisme“ schuf. Er fand auch Inspiration in der industriellen Gesellschaft, z. B. in Maschinen, Gebäuden und technischen Geräten, die er als schöne Objekte darstellte. Der Mensch wurde als geometrische Figur geformt. Fernand Léger war auch Filmkünstler und machte 1924 den Film „Le Ballet Mechanique“. In den 1920er Jahren gründete er seine eigene Kunstakademie, die „Adacémie Moderne“. Ein Jahrzehnt später zog er nach New York, das sich während des Zweiten Weltkriegs für viele europäische Künstler zu einem dynamischen Kunstzentrum entwickelte. Fernand Léger war bis zu seinem Lebensende künstlerisch tätig. Kurz nach seinem Tod wurde ihm ein eigenes Museum gewidmet, das Musée Fernand Léger/Biot. Seine Werke sind in den meisten großen Museumssammlungen in aller Welt vertreten.

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