Olle Olsson-Hagalund (1904-1972) Schweden

Olle Olsson-Hagalund gehörte der naivistischen Kunstrichtung an, die - wie so viele Modernisten - nach der authentischen und echten schwedischen Kunst suchte. Die Naivisten erhielten ihren Namen, weil sie in ihren Gemälden versuchten, den unvoreingenommenen Blick eines Kindes auf seine Umwelt nachzuahmen. In Olssons Fall war sein Heimatort, der Stadtteil Hagalund in Solna, ein wichtiger Ausgangspunkt für sein künstlerisches Schaffen, und er fand dort Inspiration für mehrere seiner Motive. Viele seiner Bilder zeigen detailliert Ereignisse, in denen Menschen und die Umgebung eine Rolle spielen und Humor, Fantasie und ein lebendiges Farbenspiel im Vordergrund stehen. Olsson begann seine Ausbildung 1919 in der Kunstschule Carl Wilhelmssons, debütierte jedoch erst im Alter von 30 Jahren als Künstler und hatte einige Jahre später dank viel beachteter Ausstellungen in der Galleri Färg och Form und in der Kunstakademie seinen großen Durchbruch. Zuvor arbeitete er zeitweise als Bühnenbildner, hegte jedoch immer den Traum von einer Künstlerkarriere. Weitere Künstler, die mit dem Naivismus in Verbindung gebracht werden, sind unter anderem Hilding Linnqvist, Eric Hallström und Henri Rousseau.

Anzeige