Niki de Saint Phalle (1930-2002) Frankreich

Niki de Saint Phalle war eine autodidaktische französische Bildhauerin, Malerin und Filmproduzentin. Während ihrer Aufenthalte in Madrid und Barcelona kam sie mit der Kunst Antonio Gaudís in Kontakt, die sie stark beeinflusste. Nach diesem Erlebnis eröffneten sich neue Möglichkeiten in ihrer künstlerischen Entwicklung, und de Saint Phalle entschloss sich dazu, genau wie Gaudí ihren eigenen monumentalen Skulpturenpark zu kreieren. Der toskanische Garten „Giardino dei Tarocchi“ wurde 1998 fertiggestellt, nachdem de Saint Phalle ihn fast 20 Jahre zuvor gekauft hatte. In dem Park befinden sich Skulpturen, die Symbole von Tarot-Karten zeigen. Niki de Saint Phalle setzte sich lange Zeit mit verschiedenen Rollen der Frau auseinander, indem sie Frauenfiguren aus Pappmaschee schuf. Diese Figuren werden „Nanas“ genannt und wurden zum ersten Mal 1965 in Paris gezeigt. Im darauffolgenden Jahr schuf die Künstlerin eine riesige Skulptureninstallation mit dem Titel Sie - eine Kathedrale im Moderna Museet in Stockholm, für die sie mit Jean Tinguely und Per Olof Ultvedt zusammenarbeitete. Die Skulptur war eine riesige Nana, die sich durch eine Tür zwischen den Beinen betreten ließ. Die Installation erregte weltweit viel Aufmerksamkeit. De Saint Phalle heiratete später ihren (künstlerischen) Partner Jean Tinguely.

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