Olle Baertling (1911-1981) Schweden

Olle Baertling zog im Alter von 17 Jahren von seinem Heimatort Halmstad nach Stockholm, wo er bis zu seinem Tod wohnen blieb. Seine künstlerische Reise ging zunächst nach Paris, wo er als Schüler der einflussreichen französischen Künstler André Lhote und Fernand Léger arbeitete, die auch die schwedischen Künstler Bengt Lindström und Harald Sandberg unterrichteten. Baertling war ein vielseitiger Künstler, der sowohl als Maler als auch als Bildhauer arbeitete. Sein Stil zeichnet sich durch geometrische, nicht-figurative Elemente aus. Schwarze Dreiecke in verschiedenen Winkeln kommen häufig in seinen Werken vor; mit der Zeit wurden aber auch Farben zu einem beliebten Element. Die Spitzen der Dreiecke liegen außerhalb des Rahmens des Kunstwerkes, wodurch eine geometrisch offene Form entsteht, die das Auge mehr sehen lässt, als auf den Bildern tatsächlich zu sehen ist. Bærtling hatte seine erste Einzelausstellung 1949 in Stockholm und stellte anschließend bis zu seinem Tod im Jahr 1981 regelmäßig in ganz Europa und in Kanada aus. Kurz nach seinem Tod wurde in der Kunsthalle Malmö und im Moderna Museet eine Retrospektive gezeigt. Baertling wirkt heute durch die Baertlingfoundation fort. Die Stiftung wurde 1983 von Baertling und seiner Frau Lisa von Roxendorf-Baertling ins Leben gerufen und vergibt Jahresstipendien an junge bildende Künstler. Mehrere Skulpturen Baertlings sind außerdem an verschiedenen Orten in Schweden zu sehen, unter anderem Xral vor der Handelshochschule in Stockholm.

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