Bruno Liljefors (1860-1939) Schweden

Bruno Liljefors studierte von 1879 bis 1882 an der Kunstakademie in Stockholm und reiste anschließend nach Düsseldorf, wo er sich auf Tiermalerei spezialisierte. Liljefors verbrachte auch einige Zeit in der Malerkolonie in Grez-sur-Loing, kehrte dann jedoch nach Schweden zurück, wo er Tiere, insbesondere Katzen und kleine Vögel, und ihr Verhältnis zur Natur in kleinen Formaten malte. Er verwendete oft eine Perspektive auf das Motiv von oben mit einem hohen Horizont. Liljefors Malerei ging später zu größer angelegten Szenen wilder Tiere und der Natur über, die oft dramatische Szenen zwischen Raubvögeln und verschiedenen Beutetieren darstellen. In der Kunstszene des 19. Jahrhunderts galt die Tiermalerei als eigenes Genre, und Bruno Liljefors wurde zu einem ihrer führenden Vertreter. Anders als die „idyllische” Tiermalerei dieser Zeit zeigte Liljefors den Alltag der Tiere, in dem die Anatomie, die Bewegung und die Anpassung der Tiere an die Natur im Mittelpunkt standen. Zu Liljefors‘ berühmtesten Kunstwerken gehören die Gemälde Fuchsfamilie (1886) und Seeadler (1897). Liljefors’ Werke sind unter anderem im Nationalmuseum, im Museum Waldemarsudde und in der Thielska Galleriet in Stockholm zu sehen.

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