Nathalia Edenmont (1970-) Schweden

Die schwedisch-ukrainische Fotokünstlerin Nathalia Edenmont wurde 1970 im damals zur Sowjetunion gehörenden Jalta geboren und lebt seit 1991 in Stockholm. Edenmont besuchte eine Kunstschule für Kinder in Jalta, in der sie unter anderem Unterricht in Kunst, Musik und Ballett erhielt. Nach ihrem Umzug nach Stockholm im Jahr 1991 studierte sie Grafikdesign an der Forsbergs Skola. Edenmonts Kunst ist kontrovers, da sie unter anderem tote Tiere, Blumen und Ähnliches fotografiert. Sie wurde von Tierschützern kritisiert, die meinen, ihre Kunst sei grausam und eine billige Art und Weise, Aufmerksamkeit zu erregen. Edenmont lebt heute mit einer geschützten Identität. Während einer ihrer Ausstellungen zerstörten maskierte Männer Bilder im Wert von 150 000 SEK. Bei den Männern handelte es sich um Neonazis, die ihre Kunst als kommunistisch empfanden. Edenmont findet Inspiration in ihrem eigenen Leben und den Orten, die sie besucht hat. Mit ihrer Kunst will sie die Doppelmoral der Gesellschaft offenlegen.

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