Käthe Kollwitz (1867-1945) Deutschland

Käthe Kollwitz wurde 1867 in Königsberg im damaligen Preußen geboren. Ihr künstlerisches Talent wurde bereits in jungen Jahren bemerkt und vom Vater gefördert. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt Käthe Kollwitz in ihrer Heimatstadt sowie in München und Berlin. 1891 heiratete sie den Arzt Karl Kollwitz, mit dem sie sich in Berlin niederließ. Das Paar bekam zwei Söhne. 1898 nahm sie erstmals mit einigen Werken an der Großen Berliner Kunstausstellung teil. Vom selben Jahr an bis 1903 war sie Lehrerin an der Damenakademie des Vereins der Berliner Künstlerinnen, wo sie selbst einen Teil ihres Studiums verbracht hatte. Sie war Mitglied im Deutschen Künstlerbund sowie in der Berliner Secession. Nachdem ihr jüngerer Sohn 1914 im Ersten Weltkrieg gefallen war, wandte sie sich verstärkt dem Sozialismus und Pazifismus zu. Dieser Umstand, und dass sie sich offen gegen den Nationalsozialismus stellte, führten dazu, dass ihre Professur an der Berliner Akademie der Künste, die sie seit 1919 innehatte, widerrufen wurde. 1936 wurden ihre Werke aus der Berliner Kunstausstellung entfernt. 1943 floh Käthe Kollwitz - ihr Mann war bereits 1940 gestorben - vor dem Bombenkrieg aus Berlin und fand schließlich ihren letzten Wohnsitz in Moritzburg (Sachsen), wo sie am 22. April, kurz vor Kriegsende, starb. Als Quelle der Inspiration, dienten Käthe Kollwitz ihre persönlichen Erlebnisse, die sie in ihren Lithografien, Radierungen, Kupferstichen, Holzschnitten und Plastiken verarbeitete. Ihr oft schonungsloser Stil war eine Verschmelzung von Expressionismus und Realismus.

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