Elin Danielson-Gambogi (1861-1919) Finnland

Elin Danielson-Gambogi war eine finnlandschwedische bildende Künstlerin, die im finnischen Noormarkku geboren wurde. Danielson-Gambogi studierte an der Zeichenschule des finnischen Kunstvereins in Helsinki, an Adolf von Beckers privater Kunstschule und schließlich an der Académie Colarossi in Paris bei Auguste Rodin. Vor ihrem Studium in Paris arbeitete sie in der Porzellanfabrik Arabia als Porzellanmalerin. Danielson-Gambogi studierte klassisches Zeichnen, Porzellanmalerei und Landschaftsmalerei und übte sich in der Perspektivenlehre. Sie war Mitglied der Önningebykolonie auf Åland, der unter anderem auch J.A.G. Acke und Nina Ahlsted angehörten. Danielson-Gambogi ist vor allem für ihre Porträts manchmal herausfordernd leicht bekleidet dargestellter Frauen bekannt. In ihren Gemälden im naturalistischen und nationalromantischen Stil, die in hellen Farben gemalt sind, schilderte sie oft Szenen aus dem Alltagsleben. In einigen Werken lassen sich Züge des Impressionismus und der akademischen Kunst erkennen, insbesondere in ihren Mittelmeermotiven. Danielson-Gambogi wandte sich gegen traditionelle Auffassungen der Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Mit ihren provokanten Gemälden hinterfragte sie die Normen, auch wenn dies bei den finnischen Kunstkritikern auf Kritik stieß. Danielson-Gambogi war in den Jahren ihres Schaffens sehr bekannt, fand nach ihrem Tod jedoch erst wieder gegen Ende des 20. Jahrhunderts Beachtung für ihre Frauenporträts.

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