Hilma af Klint (1862-1944) Schweden

Hilma af Klint ist eine schwedische Künstlerin und Pionierin der abstrakten Malerei. Zu Beginn ihrer Karriere studierte sie in Stockholm und widmete sich hauptsächlich der Landschafts- und Porträtmalerei. Auf einer Studienreise in die Schweiz traf sie Rudolf Steiner und wurde von seinen anthroposophischen Ideen inspiriert. Nach dieser Begegnung begann af Klint, sich für den Okkultismus zu interessieren. Wieder in Schweden schloss sie sich einer spiritistischen Gruppe an, welche „die Fünf“ genannt wurde und mit einem „höheren Meister" in einer anderen Dimension in Kontakt stand. In Séancen erhielt sie Botschaften und entwickelte von diesen ausgehend Ideen für eine neue Formsprache. Af Klint begann, abstrakt zu malen, und gilt als eine der ersten Künstlerinnen der abstrakten Kunst. Die Serie Malereien für den Tempel, die 193 Werke umfasst, entstand zwischen 1906-1915 und gehört zu ihren bekanntesten Werken. In dieser Serie wollte af Klint die Lehre der Einheit aller Dinge jenseits der sichtbaren Welt vermitteln. Eine weitere bekannte Serie ist Der Schwan bestehend aus 24 in Schwarz und Weiß gehaltenen Gemälden eines Schwans. 2013 zeigte das Moderna Museet in Stockholm eine große Ausstellung der Werke Hilma af Klints, in der ein Großteil ihres Œuvres zu sehen war.

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