Emil Nolde (1867-1956) Deutschland

Emil Nolde (geboren als Hans Emil Hansen) ist einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus. Sein Weg dorthin begann mit einer Ausbildung zum Schnitzer und Zeichner an der Kunstgewerbeschule in Flensburg. Danach verschlug es ihn unter anderem in die Schweiz, wo er begann, farbige Zeichnungen der Berge anzufertigen. Sein Leben als freier Künstler begann. Seine Ausbildung zum Maler erhielt er in Dachau und Paris. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts heiratete er und lebte in Dänemark und Berlin. Nolde war kurzzeitig Mitglied der Künstlergruppe "Die Brücke", ab 1909 schloss er sich der "Berliner Secession" an. Auch hier kam es zu Streitigkeiten und mit anderen Künstlern gründete Nolde die "Neue Secession". Es folgten erfolgreiche Ausstellungen seiner Ölgemälde und Aquarelle in Hamburg, Essen und Hagen. Obwohl Nolde mit den Nationalsozialisten sympatisierte, wurden auch seine Werke zu "Entarteter Kunst" erklärt und teilweise zerstört. Nolde durfte fortan nicht mehr als professioneller Künstler arbeiten. Er fertigte nur noch kleinformatige Aquarelle an, die er nach 1945 teilweise in Ölgemälde übertrug. Nolde erhielt viele Auszeichnungen und Ehrungen für sein Werk. 1955 nahm er an der documenta I teil.

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