Horst Janssen (1929-1995) Deutschland

Der Zeichner und Grafiker Horst Janssen wurde in Hamburg geboren, wuchs jedoch als uneheliches Kind zunächst bei seiner Mutter in Oldenburg auf. Nach dem Tod seines Großvater, der sein Vormund gewesen war, 1939 und seiner Mutter 1943, adoptierte ihn seine Tante Anna Janssen, weshalb er in seine Geburtsstadt zurückkehrte. Seine Tante förderte sein Zeichentalent und finanzierte sein Studium an der Landeskunstschule Hamburg, die er jedoch ohne Abschluss verließ. Durch die erfolgreiche Veröffentlichung einiger Arbeiten, erhielt Janssen 1952 das Lichtwark-Stipendium. Janssen eignete sich unterschiedliche Grafiktechniken an: Lithografie, Farbholzschnitt, Radierungen. Bald verfügte er über ein umfangreiches Œvre. Ab den 1960er Jahren wurden Kunstwelt und Öffentlichkeit zunehmend auf Janssens Werke aufmerksam und er konnte mit vielen nationalen und internationalen Ausstellungen, z. B. in New York, Basel oder Tokio, große Erfolge feiern. Ebenso erhielt Janssen eine Vielzahl an Auszeichnungen, darunter den Grafik-Preis der 34. Biennale in Venedig 1968. Horst Janssen starb 1995 in seiner Geburtsstadt Hamburg. Nach seinem Tod entstanden das Horst-Janssen-Kabinett in der Hamburger Kunsthalle, sowie das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg.

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