Gustav Klimt (1862-1918) Österreich

Der Maler Gustav Klimt gehörte zu den bedeutensten Künstlern des Wiener Jugendstils bzw. zum Jugendstil allgemein. Sein einzigartiger Stil war außerdem richtungsweisend für nachfolgende Kunstströmungen, wie den Kubismus oder die abstrakte Malerei. Seine künstlerische Laufbahn begann Gustav Klimt mit einem Stipendium für die Wiener Kunstgewerbeschule des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie, die er von 1876-83 besuchte. In den 1880er Jahren hatte er mit seinem Bruder Ernst und seinem Studienfreund Franz Matsch eine Ateliergemeinschaft, Künstler-Compagnie. Gemeinsam führten sie mehrere größere Auftragsarbeiten aus, u. a. im Neuen Burgtheater und im Kunsthistorischen Museum in Wien. 1897 gründete er zusammen mit anderen Künstlern die Wiener Secession, die sich dem Jugendstil verschrieben hatte und dessen speziellen Wiener Stil schuf, sowohl in Malerei, Kunsthandwerk und Architektur als auch im Kunsthandwerk. Bis 1899 war Klimt Präsident der Secession. Seinen monumentalen Beethovenfries schuf Klimt 1902 für einen Saal des Wiener Secessionsgebäudes. Seine Gemälde waren in allen jährlichen Ausstellungen der Secession vertreten. 1903 wurden 80 seiner Werke gezeigt. Dennoch kam es zwei Jahre später zu künstlerischen Differenzen und Klimt verließ die Wiener Secession. Stattdessen wurde er Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Zahlreiche Ausstellungen im europäischen Ausland zeigen, wie sehr Klimt schon zu Lebzeiten als großer Maler geschätzt wurde. Sein bekanntestes Werk Der Kuss schuf Gustav Klimt 1907-08. Er war ein begehrter Portraitist des Wiener Großbürgertums, die Wirkung und Gestaltung seiner Portraits war einzigartig. Sehr bekannt sind die Portraits der Adele Bloch-Bauer und der Emilie Flöge. Letztere war Klimts Lebensgefährtin und Muse. 1917 wurde Klimt Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste in Wien. Im Januar 1918 erlitt Gustav Klimt einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am 6. Februar 1918 verstarb.

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