459 Lose werden am 6. April im Auktionshaus Zwack in Gunzenhausen am Altmühlsee versteigert. Zum Aufruf kommen Kunst, Schmuck, Antiquitäten, Uhren und weitere interessante Kategorien.

Als eines der Top-Lose wird eine handgeschriebene und unterzeichnete Postkarte des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein angeboten, die am 24. Juli 1920 in Berlin gestempelt wurde, wo Einstein als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik tätig war. Ein Jahr zuvor war seine Allgemeine Relativitätstheorie bestätigt worden, wofür ihm 1921 der Nobelpreis verliehen werden sollte.

Die vorliegende Postkarte war an Albert Einsteins langjährigen Freund, den Berliner Chirurgen Moritz Katzenstein, gerichtet, der sich zu jenem Zeitpunkt zur Sommerfrische auf der Nordseeinsel Norderney aufhielt. In dem kurzen Text erwähnt Einstein u.a. einen Besuch beim Berliner Gynäkologen Leopold Landau und eine versäumte Feier zu dessen 50-jährigem Doktorjubiläum.

Zwei weitere Highlights sind die beiden Schmucksets, die mit den beiden höchsten Startpreisen der Auktion aufgerufen werden: Zum einen ein floral gestaltetes Set mit Collier, Armband und Ring aus Weißgold, das mit Brillanten, Rubinen und Saphiren besetzt ist, zum anderen ein puristisches Set mit Collier und Armband aus Gelbgold mit flexiblen Plattenbändern.

Die Uhrenofferte bietet interessante Stücke für die Dame und den Herren. Eine silberne Herrentaschenuhr mit 1/4 Repetition und Schweizer Uhrwerk, verfügt über eine massiv silberne Chateleine und einen figürlichen Schlüssel.

Links: Herrentaschenuhr mit 1/4-Repetition, Silber, um 1850 Links: Cartier, Damenarmbanduhr "Panthère", GG und Stahl | Fotos: Zwack Links: Herrentaschenuhr mit 1/4-Repetition, Silber, um 1850 Links: Cartier, Damenarmbanduhr "Panthère", GG und Stahl | Fotos: Zwack

Eine Panthère-Damenarmbanduhr aus Gelbgold und Stahl darf vom glücklichen Höchstbietenden mitsamt Cartier-Siegel, Bedienungsanleitung und Originalverpackung mit nach Hause genommen werden.

Weitere Stücke aus Edelmetall kommen in der Kategorie Silber zum Aufruf, darunter diese Kaffeekanne, die nach 1838 von Flamand Fils in Paris hergestellt wurde.

Ein weiteres Highlight für die Tafel ist mit einem außergewöhnlich gut erhaltenen Prachtservice der Porzellanmanufaktur Hutschenreuther in der Auktion vertreten. Das Service von 1897 besteht aus mehr als 100 Teilen und ist mit einem handkolorierten Blumenmuster und Goldstaffagen dekoriert.

Viel Interessantes gibt es auch unter den Gemälden der Auktion zu entdecken. Zitadelle ist eine in Ölfarbe auf Karton ausgeführte Ansicht einer Burg des Malers Johann Walter-Kurau, der als einer der Begründer der modernen Malerei in seiner Heimat Lettland gilt.

Obwohl es barock anmutet, ist das Stillleben mit Früchten, Hummer und Nautiluspokal von Gyula Boros ein zeitgenössisches Werk. Der 1951 in Budapest geborene Boros, erlernte die Malerei als Autodidakt und begeisterte sich schon früh für die Stillleben der Meister des niederländischen Barock, die er schließlich zu seinem Hauptmotiv machte.

Unter den Möbeln der Auktion gibt es sowohl Antiquitäten als auch moderne Designerstücke zu entdecken. Ein um 1850 ausgeführter, luxuriöser Spieltisch ist gleichermaßen elegant als auch praktisch, da er nicht nur über vier eingebaute Geldschalen verfügt, sondern sich auch bei Nichtgebrauch zusammengeklappt "halbieren" lässt.

Vorne: Spieltisch aus Nussbaum- und Nussbaumwurzelfurnier, um 1850 Hinten: Burkhard Vogtherr für Artflex, Paar Sessel "Felix" | Fotos: Zwack Vorne: Spieltisch aus Nussbaum- und Nussbaumwurzelfurnier, um 1850 Hinten: Burkhard Vogtherr für Artflex, Paar Sessel "Felix" | Fotos: Zwack

Mit dem Sesselpaar Felix ist ein Entwurf des deutschen Möbeldesigners Burkhard Vogtherr in der Auktion vertreten. Vogtherr arbeitete bereits mit vielen namhaften Möbelfirmen auf der ganzen Welt zusammen und wurde für seine Entwürfe mehrfach ausgezeichnet.

Für Freunde des Segelsports empfiehlt sich ein Sport-Katamaran, der allerhand Zubehör dabei hat, darunter einen PKW-Anhänger und einen Slipwagen.

Die Auktion findet am 6. April im Auktionshaus Zwack, Laubenzedel 18 in Gunzenhausen statt. Die Ausstellung zur Auktion kann dort von Montag bis Freitag jeweils von 10-18 Uhr besucht werden.

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