Die erfolgreiche Versteigerung fand am 27. Januar im Auktionshaus von Jack-Philippe Ruellan in Vannes, Bretagne statt. Ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, gemalt vom indonesischen Meister Raden Saleh, wechselte für 7,2 Millionen Euro den Besitzer. Damit übertraf es seinen unteren Schätzwert von 150.000 Euro um das 48-fache!

Die Geschichte der Versteigerung begann mit der Bitte eines Kunden an Jack-Philippe Ruellan, ihm bei dem Verkauf eines Leinwandgemäldes zu helfen, dass er in seinem Keller in Auray an der Südküste der Bretagne gefunden hatte. Ein Blick auf das 110 x 185 cm große Werk genügte Ruellan, um festzustellen, dass Pinsel, mit dem die dargestellte Jagdszene gemalt worden war, von einem absoluten Meister geführt worden sein musste.

Und tatsächlich entpuppte sich das Gemälde als Arbeit von Raden Saleh, der im 19. Jahrhundert lebte und als erster moderner Maler Indonesiens betrachtet werden kann. Nach der großen Popularität, die Raden Saleh bereits zu Lebzeiten in Europa und in seiner Heimat erlebt hatte, werden seine Werke heute neu entdeckt. Viele von ihnen - Portraits, Seestücke und vor allem exotische Jagdszenen - werden in Museen ausgestellt, u.a. im Rijksmuseum in Amsterdam.

Das Leinwandgemälde, das Jack-Philippe Ruellan entdeckt hatte, datiert ins Jahr 1855 und trägt den Titel Jagd auf einen wilden Stier (Banteng). 

Raden Saleh siedelte die Jagdszene in der Alang-Alang-Steppe auf seiner Heimatinsel Java an. Es handelt sich jedoch nicht nur um eine Jagdszene. Mit dem zentralen Reiter auf dem braunen Pferd hat er zudem sich selbst portraitiert.

Den Zuschlag für das Gemälde erhielt ein Auktionsteilnehmer aus der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Trotz seines musealen Wertes darf das Werk Frankreich verlassen und in die Heimat seines Erschaffers und Erschaffens zurückkehren.

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