Bei der Auktion in der sächsischen Hauptstadt werden ab 10 Uhr Kunstobjekte des 16. bis 21. Jahrhunderts versteigert. Neben vielen anderen Gemälden und Grafiken sind vor allem Grafiken des 20. und 21. Jahrhunderts stark vertreten. Außerdem darf auf Möbel, Silber, Schmuck und Skulpturen geboten werden. Und natürlich darf bei einer Auktion in Sachsen eines nicht fehlen: Das begehrte Porzellan aus Meißen, welches in über 60 Losen zum Aufruf kommt.

Wer sich die Objekte vorab einmal ansehen möchte, der ist ab dem 8. September herzlich dazu eingeladen. Wer es bis dahin nicht mehr abwarten kann, darf sich gerne im Folgenden unsere kleine Auswahl an Highlights ansehen.

Die Bilderrahmen der Renaissance standen den Gemälden, die sie einfassten, oft in nichts nach und können daher als eigenständige Kunstwerke betrachtet werden. Sie stellten die Verbindung zwischen dem Gemälde und der Architektur des Raumes her, mit dessen Dekoration sie eine Einheit bilden sollten.

Das folgende Portrait stellt den achtjährigen Sohn des Dresdner Professors für Bühnenbild Adolph Mahnke dar, der mit dem Künstler befreundet war. Bruno Paul Seener erhielt seine Ausbildung an der Dresdner Akademie. Die kunstgeschichtliche Aufarbeitung seines Werkes steht noch aus, da nur wenige Arbeiten von ihm bekannt sind. Ein Werk, welches die drei Grazien darstellt, wurde 2010 sehr erfolgreich für knapp 48.000 Euro versteigert.

Willy Kriegel war ein Meister darin, Pflanzen auf botanisch korrekte Weise darzustellen. Auch das folgende Werk von seiner Hand zeichnet sich durch einen detailgetreuen Realismus aus.

Diese Dresdner Kommode besticht mit ihren feinen Intarsien, die ein dreidimensionales Würfelmuster bilden. Ebenfalls hervorgehoben werden muss der hervorragende originale Erhaltungszustand.

Albert Wigand sehnte sich nicht danach, große Landschaften oder ganze Stadtansichten zu malen. Seine Motive waren eher kleine Ausschnitte oder eine dörfliche Umgebung. Wie so vielen Malern, war es auch Wigand nicht möglich, von seiner Kunst zu leben. 1925 bis 1956 lebte er in Dresden und musste dort als Gelegenheits- und Hilfsarbeiter sein Brot verdienen. In jener Zeit entstand auch diese Arbeit.

Hans Andreas Dahl war der Sohn des norwegischen Malers Hans Dahl, der von 1873-81 in Düsseldorf lehrte. Die Familie kehrte anschließend nach Norwegen zurück. Hier wählte Dahl die gleichen Motive (Fjordlandschaften) wie sein Vater, der auch sein einziger Lehrer gewesen war. Diese Umstände machen es oft schwer, die Werke von Vater und Sohn zu unterscheiden. Meisterhaftes Können war ihnen jedoch beiden zu eigen.

Die Formensprache des in Brasilien geborenen Bildhauers und Grafikers Theo Balden, prägte den Begriff der "biomorphen Abstraktion".

Peter von Hess' bevorzugtes Sujet war die Schlachtenmalerei, für die er sich von den Werken Philips Wouvermans inspirieren ließ, der ein Meister dieses Genres im 17. Jahrhundert gewesen war.

Vom Dresdner Maler des Konstruktivismus Hermann Glöckner sind neben diesem Selbstportrait noch drei weitere Werke in der Auktion zu finden.

Auch der aus Gera stammende bedeutende Maler und Grafiker Otto Dix konnte sich der Faszination des "Elbflorenz" nicht entziehen. Diese Farblithographie zeigt die Dresdner Hofkirche mit der Semperoper im Hintergrund.

Auf seiner Suche nach einer Formel zur Goldherstellung im Auftrag August des Starken von Sachsen entdeckte Johann Friedrich Böttger stattdessen die Formel zur Porzellanherstellung. Daraufhin wurde die Manufaktur in Meißen gegründet. Dem Porzellan vorausgegangen war das sog. "Böttgersteinzeug". Aus diesem feinen, dunkelroten Material ist diese Elefantenfigur gefertigt, die es auf stolze 30 kg bringt.

Etwas früher als der Elefant entstand diese seltene Schale, ebenfalls in der Meißner Manufaktur.

Entdecken Sie die rund 900 Objekte von Schmidt Kunstauktionen hier bei Barnebys.