Viele Kunstwerke aus Gold wurden von den europäischen Eroberern eingeschmolzen und in die Heimat verschickt. Umso wertvoller ist jedes Artefakt, das die Plünderungen und die Zeit bis heute überdauert hat.

Im Rahmen seiner Frühjahrsauktion in London versteigert das Auktionshaus Bertolami Fine Arts acht goldene Idole der Tairona-Volkes, einer indigenen Kultur, die in Teilen des heutigen Kolumbien siedelte. Die zwischen 3 und 8,5 cm kleinen Figuren dienten religiösen Zwecken, wie etwa als Glücksbringer. Als Material für ihre Herstellung diente nicht Gold allein, vielmehr war es eine Legierung aus Gold und Kupfer, das sogenannten Tumbaga. Gefertigt wurden die Idole mit animalischen oder anthropomorphen Zügen zwischen 1000 und 1500 n. Chr. Teilweise verfügen sie über bewegliche Elemente.

Alle acht Idole waren Teil der Sammlung des französischen Diplomaten und Forschers Gaspard Théodore Mollien (1796-1872), der sie vermutlich nach seiner Stationierung in Kolumbien mit nach Europa brachte. Danach waren sie in monegassischem und englischen Privatbesitz.

Als Teil der Antiquitätenauktion von Bertolami werden diese großartigen Objekte am 24. März in der Pall Mall Gallery in London versteigert (Los-Nr. 73-80). Dort findet ebenfalls vom 20. bis 23. März die Ausstellung zur Auktion statt.

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