Die Anfänge

1848 richtete der erst 23-jährige Louis Brandt in der elterlichen Villa in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz eine Werkstatt für die Herstellung von Uhren ein. Die bescheidene Firma benannte er nach sich selbst. Nach Louis Brandts Tod entschieden sich seine Söhne César und Louis-Paul, das Familienunternehmen weiterzuführen und mit der Serienproduktion von Uhren zu beginnen. Bereits im darauffolgenden Jahr ziehen sie mit dem Unternehmen Louis Brandt & Fils nach Biel (französisch: Bienne) um.

1885 kam mit der Labrador die erste als Massenware aus industriell gefertigten Einzelteilen produzierte Uhr von Louis Brandt & Fils auf den Markt. Bereits dieses Modell zeichnete sich durch ihre besondere Präzision aus.

Präzision im Fokus

Mit dem so benannten Calibre 19''' trat 1894 erstmals der Name Omega auf den Plan. Für die Herstellung dieses Uhrwerks waren wegweisende industrielle Technologien verwendet worden, die es über viele Jahre hinweg zum Verkaufsschlager des Unternehmens machen sollten. Im selben Jahr ließ Louis Brandt & Fils den Namen Omega für sich registrieren.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts sind die Armband- und Taschenuhren von Omega dafür bekannt, auch unter extremen Wetterbedingungen und Umwelteinflüssen, ihre Präzision nicht einzubüßen.

Diese OMEGA Platinum Constallation Grand Luxe von 1958 wurde 2007 für ca. 378.000 Euro versteigert | Foto: Antiquorum Diese OMEGA Platinum Constallation Grand Luxe von 1958 wurde 2007 für ca. 378.000 Euro versteigert | Foto: Antiquorum

Gleich zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte Omega an seine frühen Erfolge anknüpfen. Auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 gewann die gesamte Kollektion von Omega den Großen Preis. Dank ihrer besonderen Präzision wurden die Zeitmesser von Omega nun auch auf Sportveranstaltungen eingesetzt.

Ein weiterer Meilenstein waren 1931 die vom Genfer Observatorium durchgeführten Testreihen für Schweizer Uhrwerke, die die Bezeichnung "Chronometer" erlangen wollen. Omega konnte in jenem Jahr in allen sechs Kategorien den ersten Platz für sich verbuchen. Dieser enorme Erfolg führte zu dem Werbeslogan "Omega - Exact time for life".

Omega erobert die Popkultur

Eine weitere Folge dieses Erfolgs war der Auftrag, die Olympischen Sommerspiele von 1932 in Los Angeles mit Präzisions-Chronographen auszustatten. Damit war Omega der erste Uhrenhersteller in der Geschichte, dem diese Ehre zuteil wurde.

Ringo Starr, 1963 | Abb.: Keystone/Hulton Archive/Getty Images Ringo Starr, 1963 | Abb.: Keystone/Hulton Archive/Getty Images

Ab den späten 1950er Jahren begann sich auch die Prominenz für die Uhren von Omega zu interessieren. Buddy Holly wurde mit einer gesichtet, genauso wie Ringo Starr. Und sogar John F. Kennedy trug 1961 eine Omega-Uhr am Handgelenk, als er zum 35. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde.

John F. Kennedy 1961 | Abb.: acollectedman.com John F. Kennedy 1961 | Abb.: acollectedman.com

Im Jahr zuvor war es Elvis Presley gelungen, seine 75-millionste Schallplatte zu verkaufen. Inwiefern das Omega betraf? Der King of Rock n Roll erhielt zum Dank von seiner Plattenfirma RCA Records eine mit 44 Diamanten besetzte Uhr des Schweizer Herstellers. Aus einer Laune heraus verschenkte Elvis Presley diese Uhr später einem Fan. Im Mai 2018 kommt genau diese Uhr im Auktionshaus Phillips unter den Hammer. Schätzpreis: 100.000 USD.

Eine Gravur erinnerte Elvis Presley daran, wofür er diese Uhr von Omega geschenkt bekommen hatte Eine Gravur erinnerte Elvis Presley daran, wofür er diese Uhr von Omega geschenkt bekommen hatte

In der Vergangenheit gezahlte Preise für Omega-Uhren finden Sie in unserer Datenbank!

Vom Meer bis zu den Sternen

Aber schieben wir die Welt des Glamours jetzt mal beiseite. Bei Omega geht schließlich in erster Linie um Präzision und Leistung, denn in diesen beiden Eigenschaften liegt der Ruhm des Unternehmens begründet. 1936 hatte ein 47,7 mm Kaliber von Omega bei Tests im Kew Teddingtion Observatory in London einen Weltrekord für Präzision aufgestellt, der noch immer (Stand 2018) nicht geschlagen wurde.

1963 konnte Omega seine Vormachtstellung erneut unter Beweis stellen, als der berühmte Ozeanforscher Jacques Cousteau das Modell Omega Seamaster Professional für eine Reihe von Tauchversuchen im Roten Meer auswählte. Es wurde ein solcher Erfolg, dass der British Special Boat Service die Seamaster als offizielle Uhr annahm.

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Zwei Jahre nach der Eroberung des Meeres eroberte Omega den Weltraum, als die NASA sie als offizielle Uhr für ihre Astronauten auswählte. Um diese Auszeichnung zu erhalten, ließ die Omega Speedmaster ihre Konkurrenz in einer Reihe von Stresstests weit hinter sich.

Und so war es auch eine Speedmaster, die am Arm von Buzz Aldrin 1969 als erste Uhr die Mondoberfläche "betrat". Aldrin war zwar "nur" der zweite Mensch auf dem Mond, Neil Armstrong hatte seine Speedmaster jedoch in der Mondlandefähre gelassen.

Buzz Aldrin mit der ersten Uhr auf dem Mond | Abb.: collectspace.com Buzz Aldrin mit der ersten Uhr auf dem Mond | Abb.: collectspace.com

Ein knappes Jahr später half eine Omega Speedmaster dabei, die drei Astronauten der Apollo 13-Mission wieder sicher zur Erde zurückzubringen. Nach der Explosion eines Tanks war die Raumfähre teilweise beschädigt worden und auch die Borduhren funktionierten nicht mehr. Die Speedmasters der Besatzung hielten jedoch allen Widrigkeiten stand und berechneten die Rückkehr zur Erde auf gewohnt präzise Art und Weise.

Dieses Uhrenmodell von Omega brachte die Astronauten der Apollo 13-Mission sicher zur Erde zurück Dieses Uhrenmodell von Omega brachte die Astronauten der Apollo 13-Mission sicher zur Erde zurück

Im Auftrag ihrer Majestät

Bedenkt man den Ruf, den Omega-Uhren in Bereichen wie Ausdauer, Eleganz und Leistung für sich verbuchen können, ist es nur wenig erstaunlich, dass sie 1995 zur offiziellen Filmuhr von Superspion James Bond gekürt wurden. In allen James Bond-Abenteuern zierten sie seitdem das Handgelenk von 007. Zwei von ihnen wurden auf Auktionen versteigert und brachten jeweils mehr als 250.000 USD ein.

Die OMEGA Planet Ocean, die 007 Daniel Craig im Film "Casino Royale" getragen hat, wurde 2007 für ca. 228.000 Euro versteigert Die OMEGA Planet Ocean, die 007 Daniel Craig im Film "Casino Royale" getragen hat, wurde 2007 für ca. 228.000 Euro versteigert

Die teuerste Omega-Uhr bei einer Auktion

Der Omega-Auktionsrekord von 1,4 Millionen USD wurde 2017 erzielt (Schätzwert: 207.000 USD). Angesichts all der berühmten Namen, die mit der Marke in Verbindung gebracht werden, könnte es naheliegen, dass die rekordbrechende Omega-Uhr einst an einem bekannten Handgelenk getragen wurde. Doch es war die eigentliche Faszination dieser Uhren, die für das Auktionsergebnis die entscheidende Rolle spielte: Ihre Mechanik. Die Vintage Omega, die diese Summe holte, war eigentlich nur ein Prototyp. Es war die einzige Version einer Tourbillon-Uhr, die für eine Serie gebaut wurde, die jedoch nie in Produktion ging.

Mit 1,4 Millionen USD ist diese Tourbillon die teuerste Uhr von Omega auf dem Auktionsmarkt | Foto: Forbes Mit 1,4 Millionen USD ist diese Tourbillon die teuerste Uhr von Omega auf dem Auktionsmarkt | Foto: Forbes

Die Uhren von Omega sind ganz gewiss nicht die preiswertesten, die man kaufen oder ersteigern kann. Aber es sind schließlich auch nicht irgendwelche Uhren, sondern die präzisesten der Welt, die außerdem über ein hervorragendes Design verfügen. Der Besitz einer Omega-Uhr hat also viele Vorteile, nur die Ausrede, man sei zu spät gekommen, weil die Uhr falsch ging, wird einem wohl niemandem mehr abkaufen...

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