Auf der jährlich erscheinenden Forbes-Liste der Most Valuable Brands steht Rolex (Stand 2017) an 69. Stelle mit einem Jahresumsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar. Die Uhren von Rolex sind berühmt für ihre Genauigkeit und ihre Lebensdauer selbst in Extremsituationen, sodass sie von Sportlern, Rennfahrern, Astronauten und anderen Forschern gleichermaßen geschätzt werden. Zudem bedeutet der Kauf einer Rolex nicht nur den Erwerb einer Uhr. Vielmehr handelt es sich um eine Invention mit hohem Wertsteigerungspotenzial.

Die teuerste Uhr, die jemals bei einer Auktion verkauft wurde, war selbstverständlich auch eine Rolex. Sie gehörte früher dem Schauspieler Paul Newman, der sowohl zum Symbol als auch zum Namensgeber des Modells von Rolex wurde: Daytona. Mehr über diese legendäre Uhr erfahren Sie hier.

Paul Newman's legendäre Rolex Daytona wurde 2017 zur teuersten Uhr der Auktionsgeschichte |Foto: Phillips Paul Newman's legendäre Rolex Daytona wurde 2017 zur teuersten Uhr der Auktionsgeschichte |Foto: Phillips

Welches Geheimnis verbergen diese legendären Uhren aber denn nun wirklich - abgesehen von einem präzisen Uhrwerk? Rolex ist bekannt als eine Marke, die für höchste Qualität, Luxus und eben Präzision steht. Sie ist aber auch stets ein kleines Mysterium geblieben. Welche Mysterien das sind, erfahren Sie im Folgenden.

Die mysteriöse Namensgebung

Einer der abstrusesten Abschnitte der Firmengeschichte betrifft den Namen der Marke. Der Name Rolex geht leicht über die Lippen und scheint die Essenz des Luxus bereits zu beinhalten. Warum aber Rolex? Wo kommt dieser Name her und welche Bedeutung hat er?

Nach eigener Aussage des Unternehmens, suchte Firmengründer Hans Wilsdorf nach einem Namen der kurz war, und den man leicht behalten konnte, egal mit welcher Muttersprache man aufgewachsen war. Und natürlich sollte der Name auch auf einer Uhr gut aussehen. Wilsdorf begann, alle möglichen Buchstaben des Alphabets miteinander zu kombinieren, ohne zu einem zufrieden stellenden Ergebnis zu kommen. Eines Tages jedoch, als er mit Pferd und Wagen in seiner Wahlheimat London unterwegs war, soll ihm eine Ente "Rolex" ins Ohr geflüstert haben.

Firmengründer Hans Wilsdorf | Foto: rolex.com Firmengründer Hans Wilsdorf | Foto: rolex.com

Das ist jedoch nicht jedoch nicht die einzige Geschichte, die bezüglich des Namens kursiert. In seinem Buch The Watch behauptet der Uhrenexperte Gene Stone, dass der Name Rolex eine Abkürzung für den französischen Ausdruck "horlogerie exquise" sei, was zu Deutsch "exquisites Uhrwerk" oder "hervorragende Uhrmacherkunst" bedeutet. Laut eines Essays im Stern Business School Newsletter der New York University soll Wilsdorf den Namen gewählt haben, weil er ihn ganz einfach an das Geräusch einer tickenden Uhr erinnert habe. Das Rätsel um die Namengebung ist das Fundament der Mythen rund um Rolex - es ist aber nur der Anfang einer ganzen Reihe von Mysterien rund um die Marke.

Schweizer Präzision, die gar nicht aus der Schweiz stammt

Rolex wird oft mit Schweizer Präzision assoziiert. Allerdings wurde das Unternehmen erst 14 Jahre nach seiner Gründung in London (1905) durch den in Deutschland geborenen Hans Wilsdorf und dessen Schwager Alfred Davis zum Eidgenossen. 1910 erhielten sie das Swiss Certificate of Chronometric Precision des Official Watch Rating Center in Biel. Weitere neun Jahre später erfolgte schließlich der Umzug in die Schweiz. Seitdem gibt der Uhrenhersteller immer die Schweiz als Ursprungsland an, nicht etwa England oder Deutschland.

Innovation

Luxus und Innovation gehen nicht immer Hand in Hand. Rolex betritt jedoch gerne Neuland. Rolex war der erste Uhrenhersteller, der ein Uhrwerk mit Selbstaufzug vorstellte, das es "perpetual chronometer" nannte. Rolex ist auch Pionier bei was die Entwicklung von wasserabweisenden und wasserdichten Uhren betrifft. 1960 stach eine solche Rolex zu Testzwecken mit dem Tiefseeforschungsschiff Trieste in See, von dem aus sie in einem Behältnis auf den Grund des tiefsten Punktes unter dem Meeresspiegel, dem Marianengraben (10.911 Meter), gebracht wurde.

Die "Deep Sea Special" erlebte zweimal den Tiefpunkt: 1960 und 2012 | Foto: rolex.com Die "Deep Sea Special" erlebte ihren persönlichen Tiefpunkt 1960 | Foto: rolex.com

Uhrenmodelle von Rolex waren auch die ersten, die über einen automatischen Kalender verfügten und zwei Zeitzonen gleichzeitig anzeigen konnten, was sie zu einem weit verbreiteten Instrument unter Piloten machte.

Speziell für Transkontinentalflüge entwickelte Rolex die GMT Master, die zwei Zeitzonen gleichzeitig anzeigen kann | Foto: rolex.com Speziell für Transkontinentalflüge entwickelte Rolex die GMT Master, die zwei Zeitzonen gleichzeitig anzeigen kann | Foto: rolex.com

Und natürlich waren es auch Rolex-Uhren, die so geschaffen wurden, dass sie extremen Wetterbedingungen standhalten konnten. 2005 wurde ein Keramikgehäuse eingeführt, das nicht zerkratzt werden kann und dessen Farbe auch nicht verblasst, wenn sie dem UV-Licht ausgesetzt wird - zwei Eigenschaften, die diese Uhr besonders unter Sportlern populär machte.

Eine Rolex als Kronzeuge in einem Mordfall

Eine sowohl mysteriöse als auch Interessante Geschichte ist jene, in der eine Armbanduhr von Rolex zum Zeugen in einem Mordfall wurde. 1996 wurde von einem Fischer eine nicht identifizierbare Leiche im Ärmelkanal entdeckt. Nicht identifizierbar? Tatsächlich trug der Verstorbene eine Rolex am Handgelenk. Da diese alle mit einer eingravierten Seriennummer versehen sind, konnte der Uhrenbesitzer von der Polizei schließlich als Ronald Platt identifiziert werden. Dank der hohen Qualität der Uhr konnte die Polizei anhand der Datums- und Zeitanzeige den Todeszeitpunkt bestimmen, was letztendlich zum Mörder führte: Platts Geschäftspartner, der mittlerweile mit einer gefälschten Identität in Kanada lebte und dort bereits wegen Betrugs, Geldwäsche und Diebstahl gesucht wurde.

Das waren einige der unzähligen Mythen, die die Marke Rolex umgeben. Aber auch eine Tatsache möchten wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten: Es gibt mehr gefälschte als echte Rolex-Uhren auf diesem Planeten! Behalten Sie das im Hinterkopf, sollte jemand meinen, mit seiner Rolex vor Ihnen angeben zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit, das die gar nicht echt ist, ist sehr hoch.

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