Es besteht kein Zweifel daran, dass der Auktionsrekord des Herbstes in New York die Landkarten ordentlich umzeichnete. Nicht weniger als 38% des globalen Kunstmarktes wird den USA zugeschrieben, während der englische Markt recht ruhig bei seinen bisherigen 20% liegt. Dazwischen liegt ein launischer chinesischer Markt bei 24%. China ist jedoch ein vertrachter Markt, da rund 50% der auf Auktionen verkauften Objekte nicht, oder zumindest selten rechtzeitig, bezahlt werden. Man muss jedoch auch bedenken, dass der amerikanische Markt noch 2004, also noch ein paar Jahre vor dem großen Börsenkrach 2008, ca. 46% aus globaler Sicht betrug. In jenem Jahr lag Englands Anteil bei 24% und Chinas nur bei 3%.

Clare-Mc-Andrew_TEFAF_artmarketEin paar der spektakulärsten Auktionsverkäufe der letzten Jahre. Nicht ganz unerwartet, passierte der Verkauf in New York.

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Insgesamt hat die Kunst- und Antikbranche 15 Jahre gebraucht um sich von den frohen 80er Jahren zu erholen. Heute liegt der Umsatz bei ungefähr dem gleichen Niveau. Die Bransche rechnet mit Wachstum, nicht zuletzt mit der Erschließung neuer Märkte und der globalen Ereichbarkeit durch das Netz in den kommenden Jahren, sofern nichts Unvorhersehbares passiert.

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