gron-2 Niederländische Königin Maxima betrachtet ein Gemälde während der offiziellen Ausstellungseröffnung im Groninger Museum in Groningen, am 12. Dezember 2014. Bild über artdaily.org, AFP PHOTO / ANP / VINCENT JANNINK.

Groningen - Während der aktuellen Generalsanierung des Semperbaus am Zwingerder sind einige Werke der Gemäldegalerie Alte Meister (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) in anderen Museen ausgestellt. Aktuell geht die Reise ins Groninger Museum. Von Juni bis Oktober 2015 kann man dann unter dem Titel "Rembrandt – Tizian – Bellotto - Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie" weitere Highlights im Winterpalais des Prinzen Eugen von Savoyen in Wien besuchen.

Die Ausstellung "Het Geheim van Dresden - Van Rembrandt tot Canaletto" („Das Geheimnis von Dresden – Von Rembrandt bis Canaletto") im Groninger Museum läuft vom 13. Dezember 2014 bis 25. Mai 2015. Sie zeigt eine Auswahl eindrucksvoller Gemälde, die schon zur Zeit der Entstehung der Sammlung im 18. Jahrhundert zu den schönsten und berühmtesten Kunstwerken in ganz Europa zählten und reflektiert damit die wichtige Rolle, die der Kunst in Sachsen im 18. Jahrhundert zukam.

Die Auswahl, die zur Schau steht,  wurde in thematische Kapitel gruppiert; man kann gleichwohl mythologische Gemälde von Rembrandt und Canaletto als auch Portraits von Titian und Velazquez oder Landschaften von Wouwerman und Lorrain bestaunen. Gleichzeitig enthält die Sammlung auch Gemälde von Künstlern, die einst als Meister gehandelt wurden, heute aber in Vergessenheit geraten sind. So wird bekanntes mit neuentdecktem gemischt.

groningen 1 Pietro Antonio Graf Rotari, 1755, Öl auf Leinwand, 35 x 43,5 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Titiaan (Tiziano Vecellio), Portrait einer Dame in weiß, Öl auf Leinwand, 102 x 86 cm, Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister Tizian (Tiziano Vecellio), Portrait einer Dame in weiß, Öl auf Leinwand, 102 x 86 cm, Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister

Bernardo Bellotto, Dresden vom rechten Elbeufer mit Blick auf Augustusbrücke, 1747, Öl auf Leinwand, 132 x 236 cm, Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister Bernardo Bellotto, Dresden vom rechten Elbeufer mit Blick auf Augustusbrücke, 1747, Öl auf Leinwand, 132 x 236 cm, Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister

Die Sammlungen, die der Kurfürst im 18. Jahrhundert zur Blütezeit des Hofes von Sachsen schuf, gehören heute zu den bestgehüteten Geheimnissen europäischer Kunst. August der Starke (Friedrich August I. geb. 1670 in Dresden; † 1733 in Warschau) war zunächst Kurfürst in Sachsen und ab 1697 König von Polen und Großfürst von Litauen. Er hatte in seiner neuen Position viele neue Prachtbauten und Kunstsammlungen in Auftrag gegeben, die mit den königlichen Sammlungen konkurrieren konnten.

Die Sammlung wurde dann von August III ( 1696 - 1763) fortgeführt, während Dresden als das „Florenz an der Elbe" galt. Mit der Zeit konnte auch die Öffentlichkeit die Gemäldesammlungen bestaunen, womit eines der ersten öffentlichen Museen der Welt seine Anfänge fand. Auch Goethe besuchte häufig die Gemäldegalerie, die er als willkommenen Zufluchtsort der Kunst empfand.

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