Zeitgenössische Malerei

Zwei Werke aus den 1970er Jahren gehören zu den Highlights der Kategorie Malerei der Auktion. Links sehen wir eine Lithografie des britischen Künstlers David Hockney, der im Juli seinen 80. Geburtstag feierte. Das Werk ist ein frühes Beispiel für Hockneys Vorliebe für die gegenständliche Malerei. Einen völlig anderen Ansatz hatte Max Bill bei der Gestaltung seines Werkes "Vier Farben gleicher Menge" von 1970/72. Als Vertreter der Konkreten Kunst lag sein Fokus auf den Gesetzmäßigkeiten der Farbenlehre und der Geometrie.

Gemälde des 19. Jahrhunderts

Aus dem 19. Jahrhundert erreichte dieses Werk des Schweizer Malers Benjamin Vautier die Auktion. Der Genremaler und wichtige Vertreter der Düsseldorfer Malerschule schuf realistische Gemälde, die häufig im ländlichen Bereich angesiedelt waren. Vautier war für seine detailreichen Darstellungen, die oft etwas Anekdotenhaftes innehatten, schon zu Lebzeiten sehr geschätzt. Als Modell für die "strenge Puppenmutter" könnte Vautiers Tochter Clara Antonia gedient haben.

Orientteppiche

Im zentralen Persien wurde um 1880 dieser detailreiche und sehr feine Teppich geknüpft. Als aufwändiges Motiv wurde das Portrait einer persischen Prinzessin gewählt, deren Kleid aus Höflingen und allerlei Tieren zu bestehen scheint. Umrandet wird das ovale Medaillon von einer floralen Borte. Der Teppich wurde zu einer Zeit gefertigt, in der in Persien ein wirtschaftlicher Aufschwung herrschte und die Basis für die moderne Teppichherstellung gelegt wurde.

Japanische Kunst

Weiter gen Osten führt uns diese interessante Bronzetafel der Meiji-Zeit in Japan. Dargestellt ist ein Affe im Kimono, der durch eine Brille das Netsuke eines weiteren Affen betrachtet, der zu einem ebenfalls abgebildeten Inrō gehört. Inrōs sind Siegel- oder Medizinschachteln, die von Männern am Gürtel ihres Kimonos getragen wurden. Zur Befestigung dienen die Netsuke.

Skulpturen

Ludwig von Hofer war Hofbildhauer am württembergischen Königshof. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts schuf er eine Reihe von Kopien antiker und moderner Plastiken, die den Stuttgarter Schlossgarten und den Park des Landschlosses Rosenstein "bevölkern" sollten. Die in der Auktion angebotene "Sandalenlösende Venus" aus weißem Marmor entstand nach dem Vorbild on Ivan Petrovich Vitales' Werk von 1852.

Porzellan & Silber

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war es üblich, dass die Porzellanmanufakturen die Bemalung ihrer Erzeugnisse "auslagerte" und diese Arbeit den sogenannten Hausmalern überließ. Zwei bedeutende Hausmaler lebten und arbeiteten in Augsburg: Bartholomäus Seuter und Johannes Aufenwerth. Auch Aufenwerths Töchter Elisabeth und Sabina arbeiteten als Hausmalerinnen. Im Chiniserien-Stil Elisabeth ist ein Meissner Koppchen mit Untertasse dekoriert, welches oben links im Bild zu sehen ist. Ebenfalls aus dem Augsburg des 18. Jahrhunderts stammt ein Paar silberner Kerzenstöcke mit Girlandendekor. Meister Friedrich Jakob Biller hat sie im Stile des Louis Seize ausgeführt.

 

Emaille-Kunst

Die in Berlin geborene Margarete Seele war eine der bedeutendsten Emaille-Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und eine wahre Meisterin ihren Fachs. Nach dem 2. Weltkrieg erhielt sie Lehraufträge in den USA und siedelte bald ganz hinüber. Für die fantasievolle Gestaltung ihres "Family Cups" gab sie an, an einen Baum mit Wurzeln, einem Stamm und einer blühenden Krone gedacht zu haben, in der Tiere leben.

Schmuck

In der reichen Offerte mit altem und modernen Schmuck sind es vor allem die außergewöhnlichen Kreationen des italienischen Schmuckdesigners Giampaolo Babetto, die sofort ins Auge springen. Der mit 14 Stücken in der Auktion vertretene Babetto gehört zu den herausragenden Schmuckdesignern der heutigen Zeit, dessen Arbeiten sowohl durch Einfallsreichtum als auch durch eine präzise Verarbeitung hervorstechen. Dass Babetto ursprünglich Architektur studiert hat, kommt vor allem bei dem Collier zum Ausdruck.

Möbeldesign

Mit diesem Paar Stahlrohrsessel von Werner Max Moser schließt sich nun der Kreis der hier vorgestellten Objekte. Wie Giampaolo Babetto oder Max Bill, dessen Werk "Vier Farben gleicher Menge" wir am Anfang der Auktionsvorschau gesehen haben, war Moser studierter Architekt. Er wandte sich neben dem Entwerfen von Gebäuden jedoch nicht der Malerei oder dem Schmuckdesign zu, sondern designte moderne Möbel, die in ihrer qualitätsvollen Schlichtheit an Mosers Studienzeit am Weimarer Bauhaus erinnern.

Alle vorgestellten Objekte werden am 18. sowie vom 20. bis 22. September im Zürcher Auktionshaus Schuler versteigert. Bei der "Blauen Auktion" am 18. September handelt es um eine reine Onlineauktion. Bietaufträge für die dort angebotenen Objekte müssen bis zum 15. des Monats schriftlich oder online eingereicht werden. An den übrigen Auktionstagen beginnen die Versteigerungen jeweils um 9 Uhr. Die Ausstellung zur Auktion kann vom 9. bis 15. September jeweils von 11 bis 18 Uhr besucht werden.

Entdecken Sie das aktuelle Angebot des Auktionshauses Schuler hier bei Barnebys.

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