duerer 1
Albrecht Dürer (1471 Nürnberg 1528). Der Reiter (Ritter Tod und Teufel). Kupferstich 1513. 24,5 x 18,8 cm. In d. Platte monogrammiert u. datiert. Mit schmalem Rändchen. Unter Passp. mont. Bartsch 98. Meder 74 a-b (von g). Schoch, Mende, Scherbaum 69. - Ausgezeichneter, feinzeichnender und gegensatzreicher Abdruck. - Provenienz: Auktion C.G.Boerner, Leipzig, 14./15. Mai 1934, Galerie Boerner, Düsseldorf, Privatbesitz. - Eine von vorn unsichtbare Querfalte geglättet, unterlegt; kl. Montierreste verso. Schätzpreis: 90 000 EUR

Albrecht Dürer lebte von 1471 bis 1528 und wurde als Sohn eines ungarischen Goldschmieds, der aus dem Dorf Ajtós nahe Gyula in Ungarn stammte, und einer deutschen Frau in Nürnberg geboren. Heute ist der Künstler in Ungarn unter dem Namen Ajtósi Dürer Albrecht bekannt, denn Dürer war eine Abwandlung von Thürer/Türmacher, da ajtó Tür bedeutet.

Früh lernte er in der Werkstatt seines Vaters und anschließend beim Maler Michael Wolgemut. Er reiste entlang des Oberrheins, wirkte in Basel und reiste vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts durch Norditalien, aber kam wohl erst Anfang des 16. Jahrhunderts nach Venedig wo er großen Gefallen an den Werken Giovanni Bellinis fand. 1520 feierte er auch in Antwerpen Erfolge, setzte aber im Anschluss auch Arbeiten in Nürnberg fort, wo er schon seit 1507 ein gefragter Künstler für öffentliche Projekte war. Über viele Jahre befasste er sich auch mit mathematisch-geometrischen Fragestellungen.

Dürer fertigte beachtliche Aquarelle, Kupferstiche und Holzschnitte und Ölgemälde an. Er entwickelte Kupferstich und Holzschnitt, die zuvor nur für Buchillustrationen verwendet worden waren, als Medien freien künstlerischen Ausdrucks. Werke Dürers sind auf Auktionen sehr beliebt. Bei den in dieser Auktion zusammengetragenen Werken handelt es sich um besonders schöne, feingezeichnete, kontrastreiche und plastische Ausgaben.

Entdecken Sie auch andere Auktionsnachrichten zu Dürer hier!

duerer 2 Albrecht Dürer (1471 Nürnberg 1528). Die Hl. Anna u. Maria mit dem Kinde stehend (Die Hl. Anna selbdritt). Kupferstich auf feinem Bütten um 1500. Blgr. 11,5 x 7,1 cm. Auf Plattenkante beschn. u. unter Passep. mont. B. 29. M. 43 c (von c). Schoch-Mende-Scherbaum 27. Ausgezeichn., stellenw. etwas grauer Abdruck des Zustands c. - Ausbesserungen in der ob. li. Ecke, sonst gut erhalten. Schätzpreis: 2 400 EUR

 

kiefer 9 duerer Albrecht Dürer (1471 Nürnberg 1528). "Christus am Ölberg". Radierung, 1515. 22 x 15,5 cm, Blgr. 39 x 28 cm. Mit d. Monogr. u. Datum i. d. Platte. Abzug des 20. Jh. von der Orig.-Platte, späterer abgenutzter Plattenzustand. Meder 19 d. - Sehr schönes Ex. Schätzpreis: 150 EUR

 

kiefer 6 Albrecht Dürer (1471 Nürnberg 1528). "Christus in der Vorhölle". Holzschnitt, um 1509. 12,6 x 9,7 cm. Unten re. monogr. - Meder 150. Schoch/Mende/Scherbaum 211. - Eng um die Darst. beschnitten, verso Montagereste, minimal fleckig, kl. Randläsuren. Schätzpreis: 1200 EUR

Rembrandt van Rijn Harmensz

Rembrandt - Grafiken erkennt man, ähnlich wie die Werke von Dürer, schnell wieder. Verblüffend ist auch, wie die Radierungen schon ein ähnliches Gefühl für hell-dunkel Kompositionen aufweisen, welche seine Gemälde prägen. 1609 in Leiden geboren und 1969 in Amsterdam verstorben, war Rembrandt van Rijn während einer politischen, wirtschaftlichen und künstlerischen Blütezeit der Niederlande tätig und zählt heute zu den wichtigsten Vertretern des Barock.

Als Maler, Zeichner und Radierer befasste sich Rembrandt mit Historienbildern, Portraits, Gruppenbildnissen, Landschaften sowie biblischen und mythologischen Themen. Schon zu Lebzeiten wurde er kopiert und nach seinem Tod waren seine Werke, trotz kunstgeschichtlicher Debatten, bei Sammlern sehr beliebt.

Wir haben schon zu einem früheren Zeitpunkt über Rembrandt im Zusammenhang mit Kunstfunden geschrieben, lesen Sie hier mehr!

kiefer 3 Rembrandt van Rijn Harmensz
(1606 Leiden - Amsterdam 1669). Die Pfannkuchenbäckerin. Radierung auf 1635. Plgr. 11 x 7,9 cm. Mit Rand unter Passep. mont. New Ho. 144 VI (v. VII). Ganz ausgezeichn. Abdruck des VI. Zustands vor den letzten Überarbeitungen. - Ob. li. ein unauffällig geschlossener Einriss, ein kleiner Riss ob. re., Gebrauchsspuren, sonst gut erhalten. Schätzpreis: 2 100 EUR

 

kiefer 4 Rembrandt van Rijn Harmensz (1606 Leiden - Amsterdam 1669). Der Stelzfuß. Radierung auf Bütten um 1630. Plgr. 11,2 x 6,5 cm. Mit Rändchen unter Passep. mont. New Ho. 49 III (von IV). W.-B. 179 II (von II). B. 179. Ausgezeichneter Abdruck des III. Zustands vor der Überarbeitung. Gut erhalten. Schätzpreis: 2 100 EUR

 

kiefer 5 Rembrandt van Rijn Harmensz (1606 Leiden - Amsterdam 1669). Drei orientalische Figuren (Jakob und Laban?). Radierung auf Bütten, 1641. Plgr. 14,5 x 11,4 cm. Mit Rändchen unter Passep. mont. New Ho. 190 II (von II). W.-B. 118 II (von II). B. 118. Ganz ausgezeichneter Abdruck des II. Zustands. - Leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schätzpreis: 1 500 EUR

 

Bellotto Bernardo gen. Canaletto

Bernardo Bellotto, genannte Canaletto wurde 1721/1722 in Venedig geboren. Berühmt sind die Veduten europäischer Städte wie Dresden, Wien und Warschau. Den Namen Canaletto, ein Beiname der adligen Familie da Canal, übernahm der venezianische Name von seinem Onkel in dessen Werkstatt er seit dem 14. Lebensjahr gelernt hatte und ihre Malweisen sind bis heute nicht einfach von einander zu unterscheiden.

Canaletto reiste viel alleine, u.a. nach Florenz, Rom, Dresden, München und Wien. Auf diesen Reisen machte er seine eigenen Beobachtungen, arbeitete auch an sogenannten capricci, Zeichnungen, die sich nicht an akademischen Regeln orientieren und einen flüchtigeren Charakter aufweisen. Von 1764 bis zu seinem Tod 1780 war er am Warschauer Hof im Kunstdepartment, zusammen mit anderen Künstlern, tätig.

Mehr über Canaletto können Sie auch hier lesen!

 

c 1 Bellotto Bernardo gen. Canaletto (1721/22 Venedig - Warschau 1780). "Vue de la Place de la ville-neuve de Dresden, de la grande Allée ...". Radierung, 1750. 53,5 x 83 cm, Blgr. 60 x 89,5 cm. - De Vesme I 14, Kozakiewicz I 187. - Gering angestaubt, rundum angerändert, kl. hinterlegte Randeinrisse, wohl restauriert. - Sehr selten. Schätzpreis: 1200 EUR

91-6174-2 Bellotto Bernardo gen. Canaletto (1721/22 Venedig - Warschau 1780). "Vue de la Grande Place du vieux Marché, du cote de la Rue du Chateau Royal". Radierung, 1752. 46,5 x 81,5 cm, Blgr. 60 x 89 cm. De Vesme I 18, Kozakiewicz I 178. - Gering angestaubt, vereinz. kl. rep. Löchlein, hinterlegte Randeinrisse tls. bis in d. Rd. der Darst., wohl restauriert. - Sehr selten. Schätzpreis: 1 200 Euro

 

Finden Sie hier sämtliche Objekte der Auktion!

 

Kommentar