Unter den 375 Objekten der Auktion ist Feines aus Porzellan besonders gut vertreten und macht beinahe ein Drittel der Offerte aus. Rosenthal und Royal Copenhagen sind genauso vertreten wie Meissen, Allach und Nymphenburg. Aus der letztgenannten Manufaktur stammt eine ovale Tabatière mit Silbermontur von 1770, deren Deckel zentral ein Portrait des bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph ziert. Den Entwurf für das feine Objekt lieferte Dominikus Aulicek, der seit 1765 Modellmeister in Nymphenburg war. Kurfürst Maximilian hatte die Porzellanmanufaktur 1747 gegründet.

Als Vorbild diente ihm die Porzellanmanufaktur im sächsischen Meissen, der ersten auf europäischen Boden. Von dort haben sechs Mocca-Prunkgedecke in unterschiedlichen Farben die Auktion erreicht. Bei den Gedecken handelt es sich um Neuauflagen 1. Wahl aus den 1980er Jahren eines Entwurfs von Ernst August Leuteritz von 1852. Leuteritz bediente damit die Nachfrage nach Objekten, die in einer opulenten Imitation des Rokoko gestaltet waren.

Wer statt Mokka kalte Getränke bevorzugt, sollte seine Aufmerksamkeit nun auf einige hochfeine Gläser aus Murano richten. Die als Longdrinkglas oder Pokal geformten Gläser aus der Mitte des 20. Jahrhunderts sind jeweils aus einem Stück geblasen und violett überfangen. Ein weiteres Highlight an ihnen sind die Veredelungen aus graviertem Platin.

Nicht aus Platin, aber aus 800er Silber wurde eine bezaubernde Muschelschale gefertigt. Hergestellt wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts von der 1810 in Bremen gegründeten Silberwarenfabrik Wilkens & Söhne.

Als Münchener Auktionshaus hat Rütten neben Nymphenburger Porzellan auch Kunst von Münchener Malern im Angebot. Zu diesem gehört die in Sachsen geborene Petra Moll, die ab 1940 in der bayerischen Landeshauptstadt lebte. In dem für ihr Werk typischen naiven Stil hat sie hier eine Ansicht des Schlosses Herrenchiemsee verewigt.

Der Fotodruck "Heimspiel" stammt vom Kölner Fotokünstler Jürgen Klauke, der sich in den 1970er Jahren als einer der ersten mit den Ausdrucksformen der Fotografik befasste. Laut eines vorliegenden Bestätigungsdokuments handelt es sich bei diesem um das letzte Exemplar der auf 99 Stück limitierten Edition, das Klauke besaß.

Von Köln in die Türkei führt uns ein Hereke aus reiner Seide. Der als Gebetsteppich gestaltete Bodenschmuck mit floraler Ornamentik ist unbelaufen und daher in hervorragendem Zustand.

Zum Schluss machen wir noch einen Abstecher nach Russland. Dort wurde um 1800 eine "erweiterte Festtagsikone" hergestellt. Das zentrale Motiv mit der Leidensgeschichte und der Auferstehung Christi ist von Szenen aus seinem wundertätigen Leben umgeben.

Das zweite Objekt führt uns zum Haus Fabergé. Das in Gold gefasste Mitternachtskreuz mit Saphiren, Diamanten und Perlen stammt von der Fondation Igor Carl Fabergé in Genf. Igor war der Enkel des legendären Juweliers der Zaren, Peter Karl Fabergé.

Die Auktion im Hause Rütten beginnt am 17. Februar um 13 Uhr. Die Ausstellung zur Auktion ist vom 12.-15. Februar für interessierte Besucher geöffnet (jeweils von 11-18 Uhr).

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