Francisco Oller y Cestero wurde 1833 auf Puerto Rico geboren, das damals eine spanische Kolonie waren. Seine Eltern gehörten der spanischstämmigen aristokratischen Oberschicht an. Im Alter von elf Jahren erhielt Francisco Oller Mal- und Zeichenunterricht an der Kunstakademie in der Hauptstadt San Juan.

Links: Francisco Oller | Foto via mapr.com (Museo de arte de Puerto Rico) Rechts: FRANCISCO OLLER Y CESTERO (1833 - 1917) - Jíbara, Öl/Holz, signiert Links: Francisco Oller | Foto via mapr.com (Museo de arte de Puerto Rico) Rechts: FRANCISCO OLLER Y CESTERO (1833 - 1917) - Jíbara, Öl/Holz, signiert

Im 19. Jahrhundert gab es viele europäische und amerikanische Künstler, die die Karibik als Motiv entdeckten, was zu einem regen Austausch mit der lokalen Kunstszene und der Gründung von Akademien führte. Aber auch zu dem Verlangen der karibischen Künstler, Europa und die dortige Kunstszene zu erleben und von ihr zu lernen.

Zu diesen karibischen Künstlern gehörte auch Francisco Oller, der im Alter von 18 Jahren nach Madrid ging und an der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando realistische Malerei bei Federico de Madrazo studierte. Einige Jahre später ging Oller nach Paris, wo er seine Studien unter Lehrmeistern wie Gustave Courbet fortsetzte.

In seiner Pariser Zeit gehörte Oller zu den frühesten Malern, die den Impressionismus für sich entdeckten. Seine Arbeiten wurden gemeinsam mit Werken von Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet und Alfred Sisley ausgestellt.

Oller nahm das Erlernte und selbst Weiterentwickelte mit in seine Heimat, wo er es jungen Künstlern in der von ihm gegründeten Academia de Arte Libre de Puerto Rico vermittelte. In seinem eigenen Werk konzentrierte er sich auf die Landschaft und die Menschen seiner Heimat. Er malte historische Themen aber auch viele Alltagsszenen, die uns heute einen interessanten Einblick in das damalige Leben auf Puerto Rico gewähren.

Die rund 600 Lose umfassende Auktion von Durán Subastas beginnt am 25. April um 18 Uhr Ortszeit in Madrid. Neben Francisco Oller und seinem Lehrer Raimundo de Madrazo ist auch deren Zeitgenosse Cesare Dell'Acqua mit einem Gemäldepaar vertreten, das einen Musiker und eine Dame des Barock darstellt. Dell'Acqua war ein gesuchter Historienmaler, der wiederholt Ereignisse aus der Geschichte seiner Triester Heimat auf die Leinwand brachte.

Die Abteilung mit zeitgenössischer Kunst führt uns bis in den hohen Norden. Mit drei Werken ist der für seine farbenfrohen Arbeiten bekannt gewordene Bengt Lindström in der Auktion vertreten, der Malerei bei Fernand Léger und André Lhote studiert hatte.

Der unter dem Künstlernamen Erró bekannte isländische Maler Guðmundur Guðmundsson studierte Kunst u.a. in Florenz. In seinen Arbeiten vermischt er Pop Art und Surrealismus mit Elementen der Comic-Kunst und der Science Fiction.

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Schmuckofferte der Auktion, die rund 80 Lose umfasst.

Zu den Highlights gehört ein prachtvolles Collier, das mit 19 Smaragden aus Sambia besetzt ist. Sambische Smaragde zeichnen sich gegenüber den begehrten Steinen in sattem Grün aus Kolumbien durch einen leichten blauen Schimmer und eine hervorragende Transparenz aus.

Bezaubernd ist auch ein weiteres Collier mit paarenden Ohrringen, das durch seinen Besatz mit Türkis-Cabochons hervorsticht. Die glatten, ovalen Steine sind in eine floral anmutende Girlande aus Brillanten und Saphiren eingebettet.

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