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David Teniers d.J. - Stallbild mit Schafen. 1650/52 und um 1675. Öl auf Eichenholz. 44,7 x 67 cm.
Mindestschätzpreis: 25 000 EUR.

Der Major und Kunsthändler Kurt Rohde (1882 - 1950) handelte Meisterwerke der italienischen Renaissance, des flämischen und holländischen Barock sowie des deutschen 19. Jahrhunderts in noblen Galerieräumen in der Berliner Uhlandstraße während der 1920er Jahre. Berlin war damals eine sehr wichtige, internationale Kunst- und Sammlermetropole und Rohde ließ sich von Max. J. Friedländer sowie Wilhelm von Bode beraten und diese vermittelnd tätig werden.

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Giacomo und Giulio Francia. Die heilige Famlie vor den Türmen einer Stadt. Um 1518/20. Öl auf Holz. 67 x 57 cm.
Mindestschätzpreis: 40 000 EUR

Frida Hinze, die langjährige Geschäftspartnerin Rohdes, rettete die Bilder über den Krieg hinweg und führte die Galerie bis 1991. Elisabeth Rohde (1915 - 2013) wurde Direktorin des Berliner Pergamon-Museums und erbte die Sammlung von Rohde und Hinze. Nun werden 100 Gemälde und 300 Objekte ihres Nachlasses versteigert.

Originalaufnahmen aus den ehemaligen Wohnräumen von Kurt Rohde zeigen wie Gemälde und Kunstgewerbe zusammen in einem Raum arrangiert waren. Mit dieser Sammlung reist man somit zurück in die Goldenen Zwanziger Jahre und begibt sich auf die Spuren der damaligen Kunstsammlerszene.

Ein besonderer Höhepunkt der Auktion ist dieses Gemälde von Jan Brueghel d. J. mit einer ausladenden Darstellung des Sündenfalls.

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Jan Brueghel d. J. und Frans Wouters. Paradieslandschaft mit dem Sündenfall. 1634/35. Öl auf Eichenholz. 66,4 x 105,6 x 1,0 cm.
Mindestschätzpreis: 300 000 EUR

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Bartholomäus Bruyn d.Ä. Drei Tafeln vom Cyriacus-Altar aus St. Kunibert in Köln.
1: Papst Marcellus weiht Cyriacus zum Diakon, 2: Der hl. Cyriacus wird in den Kerker geführt, 3: Der hl. Cyriacus verweigert den Götzendienst. Kurz nach 1532. Öl auf Holz. 39 x 35,5 / 39,7 x 38,7 / 39,7 x 39,4 cm. Mindestschätzpreis: 150 000 EUR

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Werkstatt Jan Davidsz. De Heem. Eine Girlande aus Blumen, Früchten und Nüssen, mit blauen Bändern an Nägeln befestigt. Um 1665. Öl auf Eichenholz. 37,5 x 56 cm. Unten links signiert: J De Heem fec. Mindestschätzpreis: 8 000 EUR.

Mit einem Gutachten von Wilhelm von Bode, Berlin, vom 18. Oktober 1927, als „ein echtes, anziehendes u. trefflich erhaltenes Werk von Jan Dav. de Heem, dessen echte Bezeichnung das Bild links unten trägt" (im Original).

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Lavinia Fontana de Zappis. Bildnis eines jungen Mannes an seinem Tisch. 1581. Öl auf Leinwand. 77,5 x 63 cm.
Mindestschätzpreis: 20 000 EUR

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Mirabello Cavalori. Mariä Tempelgang. 1550/60. Öl auf Holz. 43 x 43 cm. Mindestschätzpreis: 50 000 EUR.

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Porzellanmanufaktur Meissen. Portraitplakette König August III. von Polen (1696-1763) in polnischer Tracht. Nach 1737. Porzellan, unbemalt, glasiert. 12 x 10,3 cm. Mindestschätzpreis: 2 000 EUR.

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Porzellanmanufaktur Meissen. Teller aus dem sogenannten Krönungsservice für König August III. von Polen (1696-1763) - mit polnisch-kursächsischem Wappen, Streublumenen und reicher Goldspitzenbordüre aus dem japanischen Palais in Dresden. 1733/34. Porzellan, farbige Aufglasurmalerie, reiche Goldstaffage. 4,5 cm; Ø 25,5 cm. Mindestschätzpreis: 15 000 EUR.

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Porzellanmanufaktur Meissen. Sechseckige Vase mit Kakiemon-Dekor. Um 1730. Porzellan, farbige Aufglasurmalerei. 26 cm; Ø 18,7 cm.  Schwertermarke in Blau auf unglasiertem Boden. Deckel fehlend. Mindestschätzpreis: 20 000 EUR

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Berlin. Paar Girandolen mit Breslauer Aufsatz zu ein bis drei Lichtern von Esajas Carl Hoffmann (Berlin), Carl Gottlieb Freytag (Breslau) und Gottlieb Benjamin Vogtmann (Breslau). Um 1796/1804. Silber, gegossen, getrieben, geschnitten, ziseliert. 25/42 cm. Gesamtgewicht: 2.436 g. Mindestschätzpreis: 5 000 EUR

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Jean Saint. Goldtabatière - wohl mit dem Wappen des Grafen Jacques (Jacob) de Budè. 1732. Gold, gegossen, ziseliert.
Mindestschätzpreis: 10 000 EUR.

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Augsburg. Tischuhr mit Vanitas-Darstellung aus dem Umkreis von Jörg Fronmiller. Um 1580. Bronze, feuervergoldet; Silber. 14 x 16,5 x 8 cm. Auf allen Seiten graviert. Meisterzeichen in der Bodenplatte: „GIG" im Wappen. Mindestschätzpreis: 4 000 EUR.

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Tabernakelschrank, wohl eine Arbeit von Franz Anton Herrmann. Um 1760/70. Nußholz und verschiedene Zierhölzer (teilweise gefärbt) auf Nadelholz furniert; teilweise vergoldet; Schloß und Mechanik aus Eisen. Mindestschätzpreis: 20 000 EUR.

Hier können Sie die gesamte Liste zur Auktion der Rohde-Hinze Sammlung einsehen!

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