The-Henry-Graves-Supercomplication-e1405083920879

Die offene Taschenuhr aus Gold punktet mit einem sich minutiös wiederholdenen Chronographen sowie Westminster Klang und wurde 1933 in der Schweizer Manufaktur Patek Philippe hergestellt. 1925 hatte der New Yorker Bankier Henry Graves die fixe Idee mit allen dagewesenen Maßstäben zu brechen und den Auftrag für eine Uhr erteilt, deren Herstellung die Uhrenmacher 3 Jahre Forschung und fünf Jahre Arbeit kosten sollte.

Bei dieser zeitlosen Uhr handelt es sich um die komplizierteste Uhr, die je komplett von Menschenhand gefertigt wurde und insgesamt 24 uhrmacherische Herausforderungen vorweist. Sie berücksichtigt Mondphasen, enthält eine zusätzliche Batterie, hat einen fortlaufenden Kalender und gibt Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten an.

Tim Bourned, Sotheby´s weltweiter Experte für Uhren und Daryn Schnipper, Vorsitzender von Sotheby´s Uhrenabteilung beschreiben die Uhr als das non-plus-ultra Highlight eines jeden Uhrenauktionators. Als die Uhr 1999 bei Sotheby's zusammen mit 81 anderen Werken auktioniert wurde, wartete sie mit einem Schätzpreis von $3-5 Mio. auf; alle noch so abenteuerlichen Erwartungen zum Preis wurden jedoch übertroffen, als sie erst für $11 Mio. einen neuen Eigentümer fand.

56 Jahre lang war sie die komplizierteste Uhr der Welt, nur Techniker, die computerbasierte Technologie einsetzten, konnten eine Uhr herstellen, die die Henry Graves in ihrer Komplexität übertrifft. 1999 war sie die teuerste Uhr, die je auktioniert worden war. 15 Jahre nach dem Verkaufsrekord erscheint die Uhr wieder auf dem Markt - pünktlich zur 175 Jahr Feier von Philippe. Ihr Wert wird nun auf CHF 15 Mio. ($16.8 Mio.) geschätzt wird.

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