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Frida Kahlo mit ihrem Chirurgen Dr. Juan Farill in ihrem Haus in Coyoacan, Mexico City, ca. 1948
© IMEC, Fonds MCC, Vertrieb bpk/ Photo Gisèle Freund

Gisèle Freund (1908-2000) ist eine der berühmtesten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Sie hat u.a. illustre Persönlichkeiten wie James Joyce, Vladimir Nabokov, Simone de Beauvoir, Virginia Woolf oder Frida Kahlo vor ihre Linse gebracht und die entstandenen Farbportraits haben längst Kultstatus erreicht. Die Ausstellung in der Akademie der Künste bietet einen neuen Blick auf ihr Oeuvre und ihre Person: Der Fotojournalismus steht im Fokus, wie es Freund auch immer gewollt hatte.

Die Ambition der Kuratoren Janos Frecot und Gabriele Kostas ist gewesen, eine Verbindung zwischen den Portraits und ihren restlichen dokumentarischen Bildern zum Lebens- und Arbeitsraum der abgebildeten Personen herzustellen. Unter insgesamt 280 Farb- und Schwarz-Weißfotografien, die in 14 Kapitel eingeteilt sind, befinden sich auch bisher unveröffentlichte Bilder, die bekannte Persönlichkeiten in ihrem Alltag zeigen, darunter auch ihre Fotos von Walter Benjamin. Die besondere Beziehung der beiden wird in einem zusätzlichen Kapitel mit Texten und Briefen dargestellt.

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Walter Benjamin in der Bibliothèque Nationale de France, Paris, 1937
© IMEC, Fonds MCC, Vertrieb bpk / Photo Gisèle Freund

Überdies wurden auch die Farbportraits digital entwickelt, sodass die Bilder in ihrer ursrprünglichen Farbigkeit gesehen werden können. An der Realisierung der Ausstellung sind auch die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, sowie die IMEC, das Institut Mémoires de l'édition contemporaine in Paris, beteiligt gewesen und die Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste hat das Vorhaben gefördert.

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Gisèle Freund, Frida Kahlo, Mexiko-Stadt, 1949
© Gisèle Freund/IMEC/Fonds MCC.

 

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