_76630564_photo1

Willst du den Charakter einer Stadt erkennen, schau was schwarz auf weiß geschrieben steht. So könnte man die Philosophie des Künstlers Andrew Webbers beschreiben. Die Spezialität des in jungen Jahren an chronischer Arthritis erkrankten Künstlers ist es außergewöhnlichen Karten aus den Schriftarten, die das Bild einer Stadt prägen, zu erstellen Städte darüber zu portraitieren.

Dieses Mal hat er sich der Schriftzüge Berlins angenommen und die Karte ist beachtlich größer als Webbers Karten anderer Großstädte, wie z.B. London oder Paris. Die 22 m² große Karte, ein komplexer Linolschnitt, hat ihn hunderte Stunden delikater Gravuren in akribischer Detailarbeit gekostet. Die Schriftarten stammen von realen Schildern in Restaurants, Straßenzeichen, Postern oder anderweitig Gedrucktem, die Webber innerhalb von 6 Monaten auf Spaziergängen durch die Stadt entdeckt hat.

Zusammen bilden Sie ein unverwechselbares Bild Berlins. Webber will große Drucke seiner Arbeiten erstellen und begrüßt jede physische Hilfe, die er bei diesem wahnwitzigen Vorhaben bekommen kann. Es ist auch eine wunderbare Möglichkeit Berlin kennenzulernen.

_76630570_photo3

Die Geduld und Konzentration, die Webber für diese fehlerfreien Werke aufbringen muss, versetzt nicht wenige in Staunen, während der Künstler eher beschreibt, wie die Zeit nur so vorbei fliegt. Die körperliche Ausdauer, die seine Kunst fordert, ist eine Art Kampf gegen die Schwellungen und Schmerzen, die sein Körper trotz Therapien und Medikamenten auszuhalten hat. Während seine Arbeit eine Ablenkung darstellt, liefern die Hürden, die ihm sein Körper stellt, auch eine Art Inspiration für seine Arbeit.

 

Kommentar