image1 Gert Marcus

Mein erstes - und gleichzeitig letztes - Treffen mit Gert Marcus fand in Åmells Kunsthandlung in Stockholm statt. Gert und seine Frau, die Künstlerin Franҫoise Ribeyrolles-Marcus, waren eingeladen worden, während einer Ausstellung seiner Werke, an einem Künstler-Abend teilzunehmen. Für mich war es ein Treffen, an das ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde.

image2 Die Ausstellung in Åmells Kunsthandlung mit Werken von Gert Marcus läuft noch bis zum 25. September.

image3 Einige der Werke können aufgrund ihrer beeindruckenden Größe nicht in Åmells Ausstellungsräumen gezeigt werden. Hier ist eines davon.

image4 Einige der Kunstwerke in der Ausstellung, sowohl Skulpturen als auch "Gemälde", sind aus Mosaiksteinen gefertigt.

image5 "Distansens förvandling", 1978

image6 Nicht alle Skulpturen sind aus Marmor.

Gert Marcus' eigenwillige Skulpturen aus Marmor, aber auch anderen Materialien, sind Kunstwerke, die sowohl den Raum selbst, als auch unsere Auffassung von Farbe, Form und Volumen herausfordern. Gert Marcus arbeitet mit kleinen, feinsinnigen Veränderungen der Farben und Formen, sowohl in seinen Gemälden als auch bei seinen Skulpturen. Ein Thema, das häufig in seiner Kunst wiederkehrt, ist jenes der Disjunktion. Das Wort bedeutet "etwas, das vereint ist, aber noch immer getrennt". In Gert Marcus' Fall bedeutet Disjunktion, dass eine Farbe oder eine Form sich in eine andere verwandelt, ohne dass man mit bloßem Auge eine Grenze erkennen kann. In der Kunstgeschichte wird er sowohl zu den Konstruktivisten als auch zu den praktischen Realisten gezählt. Wobei er es für sich selbst bevorzugen würde, seine eigene Richtung und seine eigenen Theorien zu kreieren. Nur wenige Künstler waren und sind bei der Prüfung der Farben und der Welt der Formen so konsequent wie er. Der Formenbau brachte ihn schließlich dazu, sich ganz dem Schaffen von Skulpturen zu verschreiben. "Die Farbe entscheidet über die Form", wie er es selbst formulieren würde.

 

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