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35 Jahre lang suchte die Giorgio Cini Foundation nach dem Gemälde, das Sankt Lucas den Evangelisten zeigt und bis zum 12. Dezember 1979 im Castello Cini di Monselice gehangen hatte und in der Nacht zusammen mit neun weiteren Werken geklaut worden war. Das Schloss gehörte damals der Cini Foundation, ist aber im Jahr 1981 in den Besitz des Staates Veneto übergegangen.
Obwohl es weiterhin ein Mysterium bleibt, wo sich das Werk all die Jahre befunden hat, so können sich die Venezianische Kulturerbepolizei sowie die Französischen Behörden dennoch für dieses Happy End mit dem Motto „besser spät als nie" kräftig auf die Schultern klopfen. 2009 war das Werk über eine Datenbank gefunden worden, als ein französischer Sammler versuchte es bei Artcurial in Paris zu verkaufen. Die Nachricht, dass es sich um ein sich um ein Werk handelte, dass sich illegal auf dem Markt befand, wollte der Sammler zunächst nicht glauben. In den darauffolgenden Jahren konnte die Polizei klären, dass das Werk mehrere Male auf dem Schwarzmarkt verkauft worden sein muss, bevor es zum französischen Sammler gelangen konnte.

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Das Werk, war als signierter Rembrandt aufgetaucht, stellte sich allerdings schnell als ein Pietro Bellotti heraus. Die Signatur ist wohl erst in den 90er Jahren auf dem Schwarzmarkt hinzugekommen, um den Wert zu steigern. Desweiteren sind Experten der Ansicht, das angebliche Bildnis des Evangelisten könnte mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Selbstportrait des Künstlers sein. Ein Millionenschwerer Rembrandt ist es also leider nicht, aber unabhängig davon, wen oder was das Werk nun tatsächlich darstellt wird es auf ca. 150 000 Euro geschätzt. Ggf. soll das Werk einer Restaurierung unterzogen werden, bevor es ab September in den Räumlichkeiten der Cini Foundation auf der Insel San Giorgio in Venedig gezeigt werden soll.

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