lautritzEine wachsende Marke

Die Gerüchte fingen damit an, dass Stockholms Auktionsverk seine Onlineauktionen umbenannte: was zuvor Stadsauktion geheißen hatten wurde nun Magasin 5 genannt (Referenz auf Speichergebäude an einem Hafen in Stockholm). Die Wahl des Namen, der sich vom „Mutterhaus" distanzierte, brachte Fragen und Gerüchte auf. Was sollte nun mit dem ehrwürdigen Präfix „Stads" passieren? Würde man die Onlinetätigkeit verkaufen und die Fine Arts Auktionen behalten? Oder beide verkaufen?

Eines der Gerüchte, die für am glaubwürdigsten gehalten wurden, war, dass das dänische Auktionshaus Lauritz.com „das Auktionshaus" schon seit längerem kaufen wollte, da ihnen der Einstieg in den schwedischen Markt seit mehreren Jahren nicht so richtig gelingen wollte. Der Kauf würde neue Möglichkeiten für Lauritz.com in Schweden schaffen, während das ehemalige „Stads" endlich eine stärkere Strategie fürs Netz erhalten würde, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten.

Sehr wohl sind es nämlich Stockholms Auktionsverks Magasin 5 Onlineauktionen, die das größte Wachstumspotenzial für die neuen Eigentümer haben, welche überdies unbezahlbare Erfahrung und Ambition mitbringen, um das Wachstum in diesem Bereich durchzubringen.

Laut einem Interview mit Gustaf Tapper in der schwedischen Zeitung „Dagens Industri" (ungefähr: Industrie heute) wird Stockholms Auktionsverk seinen Namen und seine aktuelle Leitung behalten, genauso wie eine der bestqualifiziertesten Köpfe der schwedischen Auktionsbranche: Niclas Forsman, der weiterhin die Arbeit im Fine Arts Segment leiten wird.

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Neue Ziele, neue Möglichkeiten, sowohl für Stockholms Auktionsverk und dessen ehemalige Besitzer

Der Preis des Verkaufs ist bisher unbekannt, wird aber auf zwischen 11 und 33 Mio. Euro geschätzt. Wie Barnebys schon früher berichtete, ist die Auktionsbranche auf Konsolidierungskurs in Schweden und international. Auktionshäuser werden zusammengelegt, kaufen sich gegenseitig auf und brechen aus früheren Plattformen im Netz aus. Auf solchen Plattformen sind Auktionshäuser von Drittakteurlösungen abhängig, anstatt eigene Bietersysteme zu schaffen und auf anderen Seiten, wie zum Beispiel Barnebys sichtbar zu sein, was sowohl neue Kunden bringt und gleichzeitig die individuellen Auktionshäuser und deren Marke stärker hervorhebt.

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