richter-Gudrun

Als das Werk 2011 für rund 18 Mio. US Dollar, dem dreifachen des ursprünglichen Schätzpreises gekauft wurde, hatte es eingie Spekulationen gegeben. Der gleiche Bieter, der per Telefon Gebote abgab, hatte 6,2 Mio. und 14.1 Mio. Dollar geboten für zwei weitere Richter Werke in der Auktion. Die Werke waren im Tate in London ausgestellt nach der Auktion und die Besucher bezeugten, dass die Werke fortan ein besonderer Luxus umgab.

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Links im Bild Bernard Arnault. Der „Lord of luxe", der ein Luxusimperium mit 60 Marken, u.a. Dom Perignon, Bulgari, Louis Vuitton, Fendi, Sephora und der Supermarktkette Carrefour verwaltet und seit 1989 die LVMH Foundation leitet, gilt als ultimativer Trendsetter und „taste-maker". Er selbst gab der Presse u.a. ein Selbstportrait als Botschafter französischer Kultur und Tradition, mit Vorbildern wie Versailles oder Marie Antoinette. Seine Kinder Delphine und Antoine tragen heute als Vorsitzende von Loro Piana und Berluti dazu bei seine Vision auszuweiten.

In wiefern das 250 cm x 250 cm große Werk Gudrun, dass Richter 1987 malte und in Richters Catalogue Raisonné mit der Nummer 633 verzeichnet ist, in das Bild eines französischen Geschmackimperiums passt muss noch weiter erforscht werden. Wir freuen uns aber, dass es bei der Stiftung "aufgetaucht" ist und man nun weiß, wer es 2011 kaufte.

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