Bedeutende Möbel, Skulpturen und Kunstobjekte

Am 28. November werden nicht weniger als 280 Schätze der europäischen dekorativen Kunst vom 14. bis 19. Jahrhundert bei Sotheby’s in Paris unter den Hammer kommen.

Unter den Losen der Auktion wird gewiss ein außergewöhnliches Paar Sofas von Nicolas Heurtaut (Schätzpreis: 600.000-1.000.000 EUR) die Aufmerksamkeit von so manchen Möbelliebhaber aus sich ziehen.

Außergewöhnliches Paar Kamin-Sofas mit einzelner Armlehne aus Nussbaum und Buchenholz, neu vergoldet, gestempelt N. HEURTAUT, 1755 Außergewöhnliches Paar Kamin-Sofas mit einzelner Armlehne aus Nussbaum und Buchenholz, neu vergoldet, gestempelt N. HEURTAUT, 1755

Mit nur einer Armlehne und ihrer asymmetrischen Form, sind die Sofas ein schönes Zeugnis des Rokokostils der späten 1750er Jahre.

Zwei seltene Fayence-Büsten der Jahreszeiten-Serie aus Rouen aus dem 18. Jahrhundert, die Apollo und den Winter darstellen, dürfen Sie sich auch nicht entgehen lassen.

Zwei seltene große Büsten aus Fayence aus der Jahreszeiten-Serie, Rouen um 1730 Zwei seltene große Büsten aus Fayence aus der Jahreszeiten-Serie, Rouen um 1730

Von großer Seltenheit, beherbergt der Louvre vier Büsten einer anderen Serie, die der Kurator und Kunsthistoriker Daniel Alcouffe als „Meisterwerke der Fayencen aus Rouen und Meisterwerke der Sammlung des Louvre“ bezeichnet.

Und ganz verliebt sind wir schließlich in einen Louis XV-Lehnstuhl aus Buchenholz, dessen Rückenlehne die ungewöhnliche Form eines Herzens aufweist und damit nicht nur Liebhaber überrascht.

Seltener Lehnstuhl aus Buchenholz, Louis XV-Epoche, um 1750 Seltener Lehnstuhl aus Buchenholz, Louis XV-Epoche, um 1750

Die Auktion findet am 28. November um 10:30 Uhr und 14 Uhr statt. Die öffentliche Ausstellung kann vom 25. bis 27. November bei Sotheby’s in Paris besucht werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.sothebys.com.

Schätze aus der prestigereichen Qizilbash-Sammlung

Diese neun Lose umfassende Sammlung gilt als eine der weltweit bedeutendsten europäischen Privatsammlungen mit Objekten des 18. und 19. Jahrhunderts überhaupt. Hossein und Miriam Qizilbash trugen sie im Laufe der Jahre mit großer Sorgfalt und einem Sinn für schöne Dinge zusammen.

Die Objekte der Sammlung sind zwar sehr unterschiedlich, aber allesamt von außergewöhnlicher Qualität. Jede Art von Handwerker - Goldschmied, Bronzeur, Juwelier, Marchand-Mercier usw. - ist mit ihren gelungensten, seltensten und wertvollsten Werken vertreten.

Unter den neun Objekten, die die Lose der Auktion bilden, befindet sich auch ein Ensemble von drei Gefäßen aus himmelblauem Porzellan aus dem China der Kangxi-Periode (1662-1722), die auf vergoldete Bronze aus der Zeit des Louis XV montiert wurden (Schätzpreis: 1.000.000-2.000.000 EUR) und zweifelsohne Museumsqualität besitzen.

Drei Gefäße aus himmelblauem Porzellan aus der Kangxi-Epoche (1662-1722) mit Louis XV-Montagen aus vergoldeter Bronze, ca. 1765-70 Drei Gefäße aus himmelblauem Porzellan aus der Kangxi-Epoche (1662-1722) mit Louis XV-Montagen aus vergoldeter Bronze, ca. 1765-70

Diese Art Porzellan ist extrem selten. Es wurde vom Marchand-Mercier Juilliot entwickelt und wurde vor allem von Königin Marie Antoinette geschätzt, die mehrere himmelblauen, auf vergoldeter Bronze montierte Objekte besaß.

Außergewöhnlich ist daher die Tatsache, dass in der Qizilbash-Sammlung nicht weniger als drei Exemplare vorliegen.

Weitere Höhepunkte sind Kunstobjekte, die mit Intarsien aus Gold oder Silber sowie Perlmutt dekoriert wurden. Diese Technik erforderte nicht nur hochwertige Materialien, sondern auch große Präzision bei ihrer Ausführung. Sie vertreten perfekt die Art von Gesamtkunstwerken, die das 18. Jahrhundert in Europas hervorgebracht hat.

Wasserkanne und Becken aus Schildpatt mit Intarsien aus Gold und Perlmutt, Neapel 1. Hälfte 18. Jh. Wasserkanne und Becken aus Schildpatt mit Intarsien aus Gold und Perlmutt, Neapel 1. Hälfte 18. Jh.

Die Auktion findet am 28. November um 19 Uhr statt. Die öffentliche Ausstellung kann vom 24. bis 27. November bei Sotheby’s in Paris besucht werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.sothebys.com.

Bedeutende europäische Goldschmiedekunst

Am 29. November wird Sotheby’s in seinem Pariser Auktionshaus 150 Lose versteigern, die überwiegend aus europäischem Tafelsilber des 17. bis 20. Jahrhunderts bestehen. Die Auktion umfasst auch 20 Kaffee- und Teekannen verschiedener Epochen und Stilrichtungen.

Seltene vergoldete Teekanne von Marie-Joseph-Gabriel Genu, Paris 1798-1809 Seltene vergoldete Teekanne von Marie-Joseph-Gabriel Genu, Paris 1798-1809

Diese vergoldete Teekanne aus dem frühen 19. Jahrhundert verfügt über einen in Form eines Flügels ausgearbeiteten Griff sowie einen Deckel, der mit einem ägyptischen Kopf verziert ist. Bis 1972 Teil der David-Weill-Sammlung, ist dieses Stück ein schönes Beispiel für den an die ägyptische Kunst angelehnten Stil jener Epoche.

Zu den außergewöhnlichen Stücken, die die Auktion umfasst, erregt auch eine Wasserkanne mit passendem Becken, die von Jean-Baptiste Claude Odiot kreiert wurde, unsere Aufmerksamkeit.

Bedeutende vergoldete Wasserkanne mit Becken von Jean-Baptiste Claude Odiot, Paris 1798-1809 Bedeutende vergoldete Wasserkanne mit Becken von Jean-Baptiste Claude Odiot, Paris 1798-1809

Odiot, seines Zeichens Goldschmied des Hofes und der Familie Kaiser Napoléons I., ist bekannt für seine Arbeiten von äußerster Präzision und unübertroffener Feinheit.

Die Auktion findet am 29. November um 10:30 Uhr statt. Die öffentliche Ausstellung kann vom 25. bis 27. November bei Sotheby’s in Paris besucht werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.sothebys.com.

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