Nachdem in diesem Jahr mit der Versteigerung einer Pinselschale für ein neues Rekordergebnis für chinesische Keramik sorgte, und eine chinesische Vase das Zehntausendfache ihres unteren Schätzwertes erzielte, sind es wieder antike Stücke aus China, die am Mittwochabend bei Sotheby's in London die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Foto via Sotheby's Foto via Sotheby's

Bei den Stücken handelte es sich um ein Paar Porzellantassen mit famille rose-Dekor der Yongzheng-Zeit (1723-35). Das Los erzielte die hohe Summe von 1,9 Millionen GBP (ca. 2,1 Millionen Euro).

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als auch Europa hinter das Geheimnis des weißen Goldes gekommen war, entwickelten die Porzellanhersteller an den kaiserlichen Öfen von Jingdezhen eine neue Farbpalette. Ihre Kreationen stammen aus den ersten Jahren der Herrschaft von Kaiser Yongzheng.

Foto via Sotheby's Foto via Sotheby's

Geradezu perfekt verkörpern die mit zarten Pastelltönen bemalten Tassen die raffinierte Ästhetik und den Geschmack des Kaisers.

Die Kombination von Zitrone, Pfirsich und Granatapfel ("Drei Reichtümer" Sanduo) ist ein Versprechen für "Glück, Langlebigkeit und viele Söhne". Drei rote Kirschen bilden das Innere jeder Schale.

Foto via Sotheby's Foto via Sotheby's

Zu jener Zeit suchten die Porzellanmaler nach neuen Zielen der Darstellung und brachten damit einen neues Maß an Naturalismus hervor, wie es ihn noch nie zuvor gegeben hatte. Die aufplatzende Schale des Granatapfels enthüllt die im Inneren der Frucht verborgenen Samen, von denen jeder für sich auf meisterhafte Weise separat wiedergegeben wurde.

Das Tassenpaar gehörte ursprünglich einem der bekanntesten Sammler und Händler für chinesische Kunst im 20. Jahrhundert: Edward T. Chow, dessen Name nach wie vor zu den begehrtesten gehört, wenn es um die Provenienz chinesischer Kunstobjekte geht.

Sotheby's Important Chinese Art-Auktion brachte es auf ein Gesamtergebnis von 6,4 Millionen GBP (ca. 7,2 Millionen Euro).

Kommentar