Der hohe Anteil von Bietern aus dem Ausland (90%) sorgte dafür, dass viele Stücke der Asiatika-Auktion, die bei Lempertz Mitte Juni abgehalten wurde, demnächst in ihre Heimat zurückkehren werden. Zu diesen Losen gehört auch ein Paar blau glasierter Vasen der Yongzheng-Periode (1722 – 1735), das zudem eine enorme Preissteigerung für sich verbuchen konnte. Der Schätzpreis für das perfekt erhaltene Vasenpaar war im Vorfeld der Auktion auf 5.000-7.000 Euro festgelegt worden. Das Los war jedoch so hart umkämpft, dass ein Saalbieter aus China am Ende 359.600 Euro dafür auf den Tisch legen musste.

Das ganz links abgebildete Vasenpaar mit blauer Glasur war einem Bieter aus China 359.600 Euro wert. Auch die mittig abgebildete Flaschenvase enttäuschte mit einem Ergebnis von 347.200 Euro nicht. Das ganz links abgebildete Vasenpaar mit blauer Glasur war einem Bieter aus China 359.600 Euro wert. Auch die mittig abgebildete Flaschenvase enttäuschte mit einem Ergebnis von 347.200 Euro nicht.

Mit 347.200 Euro konnte eine unterglasurblau und kupferrot dekorierte Flaschenvase ihren Schätzpreis mehr als verdoppeln. Die Erwartungen für das Stück aus der Qianlong-Periode (1735-1796) waren bereits vor der Auktion hoch gewesen, sodass sein Schätzpreis bei 100.000-150.000 Euro lag.

Einen gewaltigen Preisanstieg konnte auch eine tibetische Bronzefigur des Mahakala Panjara erzielen. Die Bronze aus dem 15./16. Jahrhundert ließ mit einem Ergebnis von 148.800 Euro seinen Schätzpreis von 15.000-20.000 Euro weit hinter sich.

Links: Der bronzene Mahakala Panjara aus Tibet konnte seinen unteren Schätzpreis beinahe verzehnfachen. Rechts: Highlight aus Südostasien war der vierarmige Vishnu im Baphuon-Stil, der im 11. Jahrhundert in Kambodscha aus Sandstein geformt worden war. Links: Der bronzene Mahakala Panjara aus Tibet konnte seinen unteren Schätzpreis beinahe verzehnfachen. Rechts: Highlight aus Südostasien war der vierarmige Vishnu im Baphuon-Stil, der im 11. Jahrhundert in Kambodscha aus Sandstein geformt worden war.

Highlight aus dem südostasiatischen Raum war eine Sandsteinfigur des vierarmigen Gottes Vishnu, der zuvor mit einem Schätzpreis von 30.000-35.000 Euro versehen worden war. Die Figur, die im 11. Jahrhundert in Kambodscha angefertigt worden war, wurde schließlich für 42.160 Euro von einem Sammler ersteigert.

Eine ähnliche Preissteigerung erfuhr der sehr seltene japanische Holzschnitt Roter Fuji von Katsushika Hokusai, der für 42.200 Euro (Schätzpreis: 30.000-40.000 Euro) in seine Heimat zurückkehren wird.

Der 1830/31 angefertigte Holzschnitt "Roter Fuji" von Katsushika Hokusai wird in seine Heimat Japan zurückkehren. Der 1830/31 angefertigte Holzschnitt "Roter Fuji" von Katsushika Hokusai wird in seine Heimat Japan zurückkehren.

Auch die Netsuke-Auktionen des zweiten Auktionstages hatten einige Highlights zu bieten. Eines war das Netsuke eines einhornigen Hakutaku aus dem 18. Jahrhundert, das, auf 5.000-6.000 Euro geschätzt, für 17.360 Euro einen Käufer fand. Keine Zeit zum Ausruhen hatten auch die vielen internationalen Bieter im Saal und am Telefon, als es darum ging, ein auf 3.200-3.600 Euro geschätztes Netsuke eines schlafenden Skeletts zu ersteigern. Der Endpreis für das außergewöhnliche Objekt lag schließlich bei 13.020 Euro. Beide Netsuke stammten aus der Sammlung Papp.

Highlights unter den Netsuke der Sammlung Papp am zweiten Auktionstag waren ein schlafendes Skelett sowie ein einhorniger Hakutaku aus dem 18. Jahrhundert. Highlights unter den Netsuke der Sammlung Papp am zweiten Auktionstag waren ein schlafendes Skelett sowie ein einhorniger Hakutaku aus dem 18. Jahrhundert.

Das Gesamtergebnis der beiden Auktionstage lag schließlich bei 2,72 Millionen Euro und entspricht damit einem der höchsten für eine Asiatika-Auktion im Hause Lempertz in den letzten Jahren.

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