...dass an den Gerüchten doch etwas dran ist, die sagen, einem schottischen Earl gehöre ein weiteres Originalwerk Leonardos, das obendrein in einem besseren Zustand ist, als Salvator Mundi. 

Ist diese "Madonna mit der Spindel" ein echter Leonardo? Nach einem Diebstahl mit glücklichem Ausgang hat es sein Besitzer der National Gallery in Edinburgh ausgeliehen Ist diese "Madonna mit der Spindel" ein echter Leonardo? Nach einem Diebstahl mit glücklichem Ausgang hat es sein Besitzer der National Gallery in Edinburgh ausgeliehen

Vor zwei Tagen verbreitete sich das Gerücht, Leonardos Salvator Mundi sei vom Louvre Abu Dhabi im November ersteigert worden. Es stellte sich jedoch heraus, das es der saudische Prinz Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan al-Saud war, der das Gemälde kaufte, um es dem Louvre Abu Dhabi zur Verfügung zu stellen. Leugnen half nicht, die New York Times deckte es schließlich auf.

Saudischer Prinz kauft das "letzte da Vinci-Gemälde"

Vor wenigen Wochen wurde Leonardo da Vincis Salvator Mundi für ca. 450 Millionen USD (inkl. Aufgeld) versteigert und wurde damit zum teuersten Gemälde der Welt. Nachdem sich Bieter aus aller Welt in das Gefecht um das Gemälde gestürzt hatten, war es am Ende das weltweit führende Kunstmuseum, das den längsten Strohhalm zog oder, wie man jetzt weiß, sein edler Spender.

blog-1.php

Nicht völlig unerwartet hieß es, dass es sich beim Käufer um die Louvre-Niederlassung in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten handelte. Es wurden jedoch Stimmen laut, die in Frage stellten, ob es wirklich das vier Tage vor der Auktion eröffnete Museum war, das den Zuschlag erhielt.

Zum einen ist da die Auktion selbst, bei der ein anonymer Bieter am Telefon den Preis von 370 Millionen USD auf 400 Millionen USD erhöhte und damit den Sieg einheimste. Solche gewaltigen Sprünge sind für Museen eher untypisch.

Zum anderen, wenn man bedenkt, wie das Museum seinen Neuerwerb bekannt gab. Statt auf einer Pressekonferenz teilte der Louvre Abu Dhabi die Neuigkeit in einer kurzen Message in arabischer, englischer und französischer Sprache via Twitter.

Via Twitter erfuhr die Welt, dass Leonardo da Vincis "Salvator Mundi" künftig im Louvre Abu Dhabi zu sehen sein wird Via Twitter erfuhr die Welt, dass Leonardo da Vincis "Salvator Mundi" künftig im Louvre Abu Dhabi zu sehen sein wird

Generell wurde der Verkauf des Gemäldes ein wenig kontrovers betrachtet, da es zuvor in einen spektakulären Kunstbetrugsskandal verwickelt gewesen war.

In der Sammlung des Louvre in Paris befinden sich mehrere Werke Leonardo da Vincis, darunter auch das möglicherweise wertvollste Gemälde der Welt, die Mona Lisa, die in einem speziellen Raum gezeigt wird. Nun hat die große Dame etwas weniger geheimnisvoll lächelnde Gesellschaft bekommen, wenn diese auch weit entfernt in den Vereinigten Arabischen Emiraten hängt.

Das berühmteste Lächeln der Welt: Leonardo da Vincis "Mona Lisa" Foto: Musée du Louvre Das berühmteste Lächeln der Welt: Leonardo da Vincis "Mona Lisa"
Foto: Musée du Louvre

Das spektakuläre Museum in Abu Dhabi ist erst seit einem Monat für die Öffentlichkeit zugänglich. Dennoch hat es sich in dieser kurzen Zeitspanne zu einem der weltweit führenden Museen entwickelt, nicht zuletzt wegen der beeindruckenden Kunstwerke, die Teil seiner Sammlung sind.

Doch natürlich kostet das alles auch sehr viel. Kein anderes Museum verfügt über ein so hohes Budget für den Ankauf von Kunst und Artefakten, wie der Louvre Abu Dhabi. Den Beweis dafür liefert der letzte Erwerb, der fast eine halbe Milliarde US-Dollar gekostet hat.

Von Leonardo da Vinci sind lediglich 20 Ölgemälde erhalten. Seine tatsächliche Urheberschaft wird bei einigen davon jedoch in Frage gestellt. Lesen Sie hier mehr darüber.

Kommentar