Der von Le Quotidien de l'Art organisierte Art Market Day war die erste Konferenz des europäischen Kunstmarktes in Frankreich. Die erfolgreiche Veranstaltung im Centre Pompidou in Paris brachte 300 Branchenakteure aus verschiedenen Sektoren und Ländern zusammen. Darunter waren Vertreter der führenden Auktionshäuser, Galeristen, Journalisten und Gründer mehrerer Start-ups, von Suchdiensten bis hin zu Blockchain und digitalisierten Transportlösungen.

Roxana Azimi moderiert die Podiumsdiskussion mit der Galeristin Nathalie Obadia, Martin Guesnet vom Auktionshaus Artcurial und Alexandre Millon vom schnell wachsenden Auktionshaus Millon | Foto: Barnebys Roxana Azimi moderiert die Podiumsdiskussion mit der Galeristin Nathalie Obadia, Martin Guesnet vom Auktionshaus Artcurial und Alexandre Millon vom schnell wachsenden Auktionshaus Millon | Foto: Barnebys

Die Konferenz wurde mit einer Begrüßungsrede von Bernard Blistène, Leiter des Musée National d'Art Moderne, eröffnet, gefolgt von Frédéric Jousset, Vorsitzender von Beaux Arts & Cie, sowie Fabrice Bousteau, Chefredakteur des Beaux Arts Magazine und des Le Quotidien de l'Art.

Bereits als nächster Redner über nahm Pontus Silfverstolpe das Mikrofon und sprach über die Veränderungen und Herausforderungen, mit denen der Kunstmarkt im digitalen Zeitalter konfrontiert wird.

Pontus präsentierte die wesentlichen Faktoren, die potenzielle Kunden dazu bewegen, etwas auf dem Auktionsmarkt zu erwerben. Außerdem sprach er darüber, wie wichtig es für Auktionshäuser ist, ihre Geschäfte zu digitalisieren, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Dabei betonte er, dass die Präsenz und Pflege der eigenen Marke eine größere Rolle spielt, als jemals zuvor.

Was sind die wichtigsten Faktoren für den Kauf bei einer Auktion? | Abb.: © Barnebys Was sind die wichtigsten Faktoren für den Kauf bei einer Auktion? | Abb.: © Barnebys

Zur Veranschaulichung führte Pontus ein Beispiel an, welches die Reise darstellt, die ein Käufer durchführen muss, bevor die Transaktion und der Kauf vollständig abgeschlossen sind - eine Reise, in deren Verlauf dem Käufer so manche Schwierigkeit begeben kann.

Abbildung der virtuellen Reise, die ein Käufer von der Suche eines Artikels bis zur Transaktion durchführen muss | Abb.: © Barnebys Abbildung der virtuellen Reise, die ein Käufer von der Suche eines Artikels bis zur Transaktion durchführen muss | Abb.: © Barnebys

Als Lösungsmodell präsentiere Pontus Silfverstolpe schließlich das Barnebys-Modell, das das Vertrauen zwischen Auktionshaus und Nutzer, also Verkäufer und Käufer, stärken soll. Das Modell beinhaltet die Stärkung der Marke des Auktionshauses und die Förderung der Kundenbeziehung unter Beibehaltung des Überblicks über die eigenen Daten - wichtige Grundvoraussetzungen für ein Auktionshaus, das auch in Zukunft erfolgreich sein möchte.

Barnebys' Modell für einen nachhaltigen Verkehr auf dem Auktionsmarkt | Abb.: © Barnebys Barnebys' Modell für einen nachhaltigen Verkehr auf dem Auktionsmarkt | Abb.: © Barnebys

Im Laufe des Tages wurden unterschiedliche Themen angesprochen, wie etwa die möglichen Auswirkungen der Blockchain Technology auf den Kunst- und Auktionsmarkt, die Entwicklung digitaler Marktplätze oder die Rolle von Instagram in der Kunstwelt. Zu den Vortragenden, die vor dem 300 Personen starken Publikum referierten, gehörten die Journalistin Georgina Adam, die den Kunst- und Auktionsmarkt für die Financial Times im Auge behält, Tom Flynn von Flynn & Giovanni sowie Roxana Azimi von Le Monde.

Georgina Adam und ihre Gesprächspartner diskutieren über die Blockchain-Technologie auf dem Kunstmarkt | Foto: Barnebys Georgina Adam und ihre Gesprächspartner diskutieren über die Blockchain-Technologie auf dem Kunstmarkt | Foto: Barnebys

Georgina Adam, den Vortrag die Konferenz beendete, hielt fest, dass ein großer Teil der Zukunftsbedürfnisse darin bestehen sollte, Vertrauen und Transparenz zu wahren, wobei der "menschliche Faktor" weiterhin der Kern dieser Debatten ist, was die Komplexität bei der Digitalisierung des Marktes aufzeigt.

Einen vollständigen Bericht über The Art Market Day 2018 finden Sie hier auf der Website von Le Quotidien de l'Art.