„Ich habe noch nie ein so gutes Weinjahr wie dieses erlebt! Es war eine großartige Saison“, sagt Christine von Eggers Rudd.

Die Traubenlese ist bereits vorbei und es ist nun soweit, das schön gelegene Château de Palayson zu entdecken. Es wurde am Fuße einer roten Felsformation gebaut, die mit ihren Zacken eine gewisse Ähnlichkeit mit den Rocky Mountains aufweist. Der Weinberg produziert etwa 20.000 Flaschen Wein pro Jahr, davon etwa 85% Rot- und Roséwein und 15% Weißwein.

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Es war während ihrer Flitterwochen 1999, als Christine und Alan einen Abstecher zu Christines Cousin machten. Dabei stießen sie auf den heruntergekommenen Weinberg, der damals die Heimat einer älteren Dame war. In Sekundenschnelle entschloss sich das Paar dazu, das Anwesen zu kaufen, unter der Bedingung, das die Besitzerin bis zu ihren Tod dort wohnen bleiben konnte. Dieses traurige Ereignis fand dann eineinhalb Jahre nach der Vereinbarung statt.

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„Die Dame, die hier wohnte, besaß 36 Katzen. Es roch furchtbar und alles war sehr heruntergekommen. Wir begannen sofort mit der Renovierung. Es war eine enorme Aufgabe und sie ist immer noch nicht abgeschlossen“, sagt Christine.

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Auf dem Anwesen befindet sich eine Kapelle aus dem 12. Jahrhundert. Im Zuge der Renovierung wurde darunter ein Mausoleum entdeckt, das in die Zeit der Römer zu datieren ist.

„Es war in jenem Jahr die größte archäologische Entdeckung in der Provence“, sagt Christine. Mehrere Archäologen kamen, um das Mausoleum zu untersuchen und darüber zu berichten.

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Im Haus wurden mehrere Innenwände entfernt um den Raum zu öffnen und zu vergrößern. Alle Außenwände wurden bis auf die Steinfundamente freigelegt und ein Steinboden aus Dalles de Bourgogne verlegt.

„Alan ist Architekt. Er hatte viele Ideen dazu, dass alles weiß sein sollte, mit reinen und natürlichen Materialien“, sagt Christine. „Mich hingegen zog es mehr zu Farben und Stoffen. Aber wir haben einen Mittelweg gefunden.“

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Einige Möbel im Haus hat das Ehepaar aus seinen früheren Wohnstätten in Washington, Colorado und Kopenhagen mitgebracht. Der Rest ist eine Mischung aus Funden von Flohmärkten und Antiquitätenläden der Umgebung.

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Das Dekor besteht aus Elementen des französischen Stils und des Louis Seize, die mit modernen Stücken kombiniert wurden. Inge Hørup, eine Freundin des Paares, malte mehrere der Gemälde, die die Wände schmücken, sowohl im Haupthaus als auch in der Kapelle.

„Sie hatte hier einmal eine Ausstellungseröffnung und der Plan war, die Bilder danach wieder abzuhängen. Da wir einige Werke für uns selbst behalten wollten, kauften wir gleich mehrere“, sagt Christine.

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Im „blauen Schlafzimmer“ befinden sich ein schöner alter Schreibtisch und ein Spiegel, die Christine und Alan in Frankreich gekauft haben.

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Die einzigen Möbel, die vom Vorbesitzer übernommen wurden, befinden sich im Zimmer von Christines Sohn. Sie wurden neu gepolstert.

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Sowohl die Arbeitsflächen als auch das Spülbecken in der Küche bestehen aus Pierre de Vence.

„Das Waschbecken musste von sieben Männern getragen werden“, erinnert sich Christine.

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In der Kapelle, in der Alan und Christine zu Partys, Abendessen und Konzerten einlädt, gibt es eine fantastische Akustik. Das große Gemälde stammt von Inge Hørup.

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In der Kapelle hängt außerdem ein Madonnen-Bild von 1858, das eine Kopie des Werkes von Bartolome Esteban Murillo ist, ein Künstler des 17. Jahrhunderts. Das Gemälde befindet sich dort seit seiner Entstehung.

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Im Speisesaal, wo das Paar die meiste Zeit verbringt, gibt es eine Louis Seize-Esstisch. Der Kamin in diesem Raum wird auch zum Grillen benutzt. „Für das Feuer nutzen wir alte Reben. Sie verbrennen schön und langsam und verbreiten einen wunderbaren Duft!“ erklärt Christine.

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Der Schrank in der Küche wurde auf einem französischen Flohmarkt erworben und mit einem Leinenstoff ausgekleidet.

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Im Gästezimmer, das das rote Schlafzimmer genannt wird, ist das Bett mit dem gleichen Stoff bezogen, wie der Küchenschrank.

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Der Weinbaubetrieb bietet preisgekrönte Weine zum Kaufen und Probieren an. Außerdem werden Essen und Corporate-Events veranstaltet, bei denen Alan Vorträge über den Weinanbau hält. Zudem hat das schöne Château schon des öfteren als Kulisse für Hochzeiten gedient und es gibt ein Haus auf dem Grundstück, das vermietet wird.

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„Ein Weingut zu kaufen ist einfach. Geld damit zu verdienen ist schon schwieriger. Man muss die nötige Leidenschaft mitbringen, wenn man sich auf ein solches Abenteuer einlassen möchte“, erklärt Christine.

„Wir besitzen kein Schloss. Das Schloss besitzt uns“, lacht sie.

Erfahren Sie hier noch mehr über das Château de Palayson.

Fotos: Anne Nyblaeus

Stylistin: Anette Mörner

Holen Sie sich das Ambiente des Château de Palayson in Ihre eigenen vier Wände. Inspiration finden Sie auf Barnebys. Einige Tipps gibt es hier.