Genau wie in Europa, wurde auch in China der Tabak im 17. Jahrhundert modern. Portugiesische Händler waren es, die das Genussmittel aus Amerika in China einführten - über ihren Handelsposten in Macau. Der Konsum von Schnupftabak war ein Statussymbol der herrschenden Klasse, eine Parallele, die das Kaiserreich ebenfalls mit den europäischen Staaten gemeinsam hatte.

Während der Schnupftabak in Europa hauptsächlich in Dosen aufbewahrt wurde, war in China der Gebrauch winziger Fläschchen üblich. Diese waren oft aufwendig gestaltet und verziert. Für ihre Herstellung wurden die unterschiedlichsten Materialien verwendet: Porzellan, Elfenbein, Lack, Jade, Quarz, Achat, Chalcedon, Kunststoffharze und Glas. Für letzteres wurde auch die Überfangtechnik verwendet. Meist waren die Fläschchen jedoch geschnitzt oder bemalt.

In der Regel entsprangen die Motive dem fernöstlichen Formenkreis. Dieses Exemplar aus bemaltem Porzellan war jedoch eindeutig von westlichen Traditionen beeinflusst, da auf ihm eine Madonna mit Kind abgebildet ist.

Die abwechslungsreiche und qualitätsvolle Gestaltung, die unterschiedlichen Materialien und ihre geringe Größe machen die bezaubernden Schnupftabak-Fläschchen zu beliebten Sammlerobjekten. Mit 630 Exemplaren aus einer italienischen Sammlung bietet Ihnen Bertolami Fine Arts diesen Sommer die Möglichkeit, eine eigene Kollektion aufzubauen oder eine bereits vorhandene mit vielen wunderschönen Stücken zu erweitern.

Seit dem 8. Juli können auf der Homepage des Auktionshauses Gebote abgegeben werden. Diese Möglichkeit der Gebotsabgabe endet am 20. September um 13 Uhr MEZ. Um 16 Uhr desselben Tages beginnt die Online-Live-Auktion. Hierbei werden die zuvor abgegeben Gebote ebenso berücksichtigt, wie jene, die live erfolgen.

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