Die Bauwerke des italienischen Renaissancearchitekten Andrea Palladio (1508 Padua - 1580 Vicenza) stellten zu ihrer Zeit einen seit der Antike nicht mehr angetroffene Harmonie der Proportionen dar und wurden damit maßgebliches Vorbild für alle nachfolgenden klassizistischen Baustile, die daher auch unter dem Oberbegriff "Palladianismus" geführt werden. Palladios ausschließliche Beschäftigung mit der Architektur ließen ihn zum ersten "Berufsarchitekten" werden, der sein tätliches Auskommen nicht noch zusätzlich durch andere künsterlsiche Tätigkeiten wie Malerei oder Bildhauerei verdienen musste.

Andrea Palladios Bauwerke dürfen auch heute noch in Venedig und in den die Lagunenstadt umgebenden Städten wie Padua, Trevino oder Vicenza bewundert werden. In Vicenza steht auch Palldios berühmtestes Gebäude: Die Villa Almerico Capra, besser bekannt als Villa Rotonda, ein Name, der sich vom runden Mittelsaal der Villa herleitet. Die Villa Rotonda hat was Symmetrie und Ausgewogenheit betrifft nie dagewesene Maßstäbe gesetzt und beeinflusst die Architektur bis in die heutige Zeit.

Die Villa Rotonda bei Vicenza - Erbaut von Andrea Palladio 1566 | Foto via italymagazine.com Die Villa Rotonda bei Vicenza - Erbaut von Andrea Palladio 1566 | Foto via italymagazine.com

Palladio hatte die Architektur des antiken Roms intensiv studiert und fasste sie 1554 in seinem ersten Werk zusammen. Bedeutender war jedoch sein sechzehn Jahre später veröffentlichtes Werk I quattro libri dell’architettura ("Die vier Bücher zur Architektur"), in dem er Abbildungen und Beschreibungen antiker Bauten mit eigenen Werken kombinierte und das zu einem der bedeutendsten Werke über die Architektur wurde.

Palladios Plan der Villa Rotonda in seinem Werk über die Architektur, 1570 | Abb. via Wikipedia Palladios Plan der Villa Rotonda in seinem Werk über die Architektur, 1570 | Abb. via Wikipedia

In der Auktion von Durán Arte y Subastas kommt eine 1740 in Venedig erschienene Ausgabe von Palladios berühmtesten Werk zum Aufruf. Die Texte darin wurden sowohl in italienischer als auch französischer Sprache gedruckt und werden durch zahlreiche Abbildungen ergänzt.

Verbleiben wir noch ein wenig in der römischen Antike, die Palladio so sehr inspiriert hat und wenden uns einer Bronzegruppe aus dem 1.-2. Jahrhundert zu, deren Protagonistin die Liebesgöttin Aphrodite bzw. Venus Anadyomene ist. Ihr Beiname Anadyomene bedeutet "die Entsteigende" und bezieht sich auf den Geburtsmythos der Göttin, der das Meer als ihren Entstehungsort angibt. Begleitet wird sie von zwei Eroten und zwei Delphinen, die häufig als ihre Attribute auftreten.

Unter den Gemälden der Auktion sind sowohl spanische als auch internationale Künstler vertreten. Aus dem späten 19. Jahrhundert stammt ein Werk des katalanischen Malers Baldomero Galofre, zu dessen Repertoire Landschaftsbilder, maritime Szenen und Historiengemälde zählten. In Caballistas descansando hat Galofre eine Gruppe von Reitern in traditionellen spanischen Trachten dargestellt während einer Rast wiedergegeben.

Vom belgischen Maler Pierre Jacques Dierckx stammt das Gemälde Los ayudantes de cocina ("Die Küchenhelfer"), das in jenem Raum angesiedelt ist, den der Künstler bevorzugt wiedergab. Dierckx legte in seinen Küchengemälden nicht nur viel Wert auf die Wiedergabe der Personen, sondern auch auf die detailgetreue Darstellung des Interieurs, womit die Bilder einen schönen Einblick in das (häufig bäuerliche) Leben im Belgien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts bieten.

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die mit knapp 200 Losen reiche Schmuckofferte der Auktion. Sofort ins Auge springt sofort der schöne Weißgoldschmuck mit Diamantbesatz. Einige dieser Highlights sehen Sie unten.

Die 558. Auktion von Durán Arte y Subastas beginnt am 23. Juli um 18 Uhr (Ortszeit) in Madrid. Eine Gebotsabgabe ist auch über den Onlinekatalog möglich.

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