Mehr als 1000 Lose in sieben Kategorien versteigert das Münchener Auktionshaus Hampel am Nikolaustag. Unter den Gemälden sind Werke Alter Meister genauso anzutreffen, wie Arbeiten von Impressionisten und der frühen Moderne.

Sehr dekorativ geht es in der ersten Kategorie „Möbel & Einrichtung“ sowie in der letzten „Hampel Living“ zu, wo wir neben Mobiliar, Silber, Porzellan, Glas und vielen anderen Dingen, die ein Zuhause noch ein Stück schöner machen, auf zwei interessante Transportmittel gestoßen sind.

Eines davon ist eine barocke Sänfte, mit der sich vornehme Personen im Österreich des 18. Jahrhundert mit sicherem Abstand zu den schmutzigen Straßen durch die Gegend haben tragen lassen. Bei dem anderen Objekt handelt es sich um eine bunt bemalte Carretto, die im 18. und 19. Jahrhundert auf Sizilien weniger zum Transport von Menschen als von  Lebensmittel und Eis vom Ätna diente.

Viel Dekoratives gibt es auch bei der Versteigerung von Juwelen und Handtaschen von Hermès und Chanel zu entdecken. Hier kann man ungeniert in einer Flut aus Gold, Diamanten und bunten Edelsteinen schwelgen oder den Traum von einer der begehrten Taschen aus den beiden renommierten französischen Modehäusern wahr werden lassen.

Sowohl in der Rubrik „Skulpturen & Kunsthandwerk“ als auch bei der außereuropäischen Kunst können dreidimensionale Kunstobjekte ersteigert werden. Mit dabei sind buddhistische Bronze, Tanzmasken aus den Amazonasgebiet, europäische Arbeiten aus Holz und Elfenbein sowie eine bedeutende Prunkschale mit geschliffenem Bergkristall, die im späten 19. Jahrhundert in Wien angefertigt wurde.

Zu den ältesten Objekten der Auktion gehört ein Paar runde Mosaiken mit Vögeln und Pflanzen aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Vermutlich waren sie früher Teil eines architektonischen Kontextes im Einflussbereich des Römischen Reiches.

Auf die Darstellung von Tieren und Pflanzen hatte sich auch der flämische Barockmaler Jan van Kessel d. Ä. spezialisiert. Von seiner Hand stammt eine kolorierte Studie mit Insekten, Muscheln und einem Blütenzweig, die in der Kategorie „Gemälde 14.-18. Jahrhunderts zum Aufruf kommt.

Hier sind auch zwei venezianische Meister des 18. Jahrhunderts vertreten. Von Giovanni Battista Tiepolo stammt das Bildnis einer von einem Sternenkranz umgebenen Maria Immacolata, deren entrückter Gesichtsausdruck ihre Vorahnungen widerspiegelt.

Mit einer Ansicht des Marktplatzes in Venedig kommt ein Werk Bernardo Bellottos gen. Canaletto zum Aufruf. Veduten dieser Art waren im 18. Jahrhundert vor allem bei englischen Touristen sehr beliebt. Ein weiterer Meister auf diesem Gebiet war Antonio Canale, der ebenfalls Canaletto genannt wurde.

Knapp 100 Lose umfassen Künstler des 19. Jahrhunderts und der Moderne. In jener Epoche entdeckten einige Maler in Frankreich die Plein air-Malerei für sich, mit der sie in einer schnellen Arbeitsweise Eindrücke von Landschaften oder dem gesellschaftlichen Leben in und um Paris festhielten, wie z. B. Renoir in seinem Werken Tanz im Bougival (1883) oder Das Frühstück der Ruderer (1880/81).

Es war die Epoche der Guinguettes, also jenen Gartenlokalen in den Vororten von Paris, die Ausflügler anlockten, um einen schönen Tag vergnüglich bei Speis und Trank im Freien zu verbringen. Eine solche Szene hat auch René Achille Rousseau-Decelle in einem Gemälde festgehalten, dessen perspektivisch gestaltete Gartenlaube den Blick auf den in gleißendes Sonnenlicht getauchten Hintergrund lenkt.

Einer der bedeutendsten Vertreter der französischen Freilichtmalerei war Jean-Baptiste Camille Corot, der vor allem durch seine Landschaftsgemälde Bekanntheit erlangte. Doch auch die Darstellung von Personen gehört zu seinem Œuvre, wie es auch beim vorliegenden Le puits („Der Brunnen“) der Fall ist.

Die Versteigerung findet am 6. Dezember ab 10 Uhr im Auktionshaus Hampel in der Schellingstraße 44 in München statt. Dort kann auch die Ausstellung zur Auktion vom 1.-5. Dezember besucht werden.

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