Die folgenden Worte könnten für deutsche Automobilliebhaber ein Stich ins Herz bedeuten, denn das erste selbstfahrende Gefährt (Automobil) wurde von einem Franzosen erfunden!

Sein Name war Joseph Cugnol (1725-1804), Artillerieoffizier und Erfinder. Von der französischen Armee erhielt er den Auftrag, ein Transportmittel für Kanonen zu erfinden. Das tat er und konnte 1769 ein mehr als sieben Meter langes und 4000 kg schweres Gefährt vorstellen, das über einen vorne angebrachten Dampfkessel und zwei Zylinder angetrieben wurde.

Erfolg war Cugnol und seinem Dampfwagen allerdings nicht beschieden. Das Gefährt brachte es auf lediglich 4 km/h und war außerdem nur schwer zu lenken. Bereits die erste Fahrt endete an einer Mauer.

Um die Seele der Autonation Deutschland zu beruhigen: Als Geburtsstunde des Automobils kann noch immer das Jahr 1886 angesehen werden, in dem Carl Benz (1844-1929) seinen Benz Patent Motorwagen Nummer 1 vorstellte, der über einen Verbrennungsmotor verfügte und auf den Transport von Personen ausgerichtet war. Seitdem hat sich in natürlich auch in der französischen Automobilindustrie viel getan.

Die älteste noch existierende Automarke der Welt ist Peugeot. Dort begann die Serienproduktion von Fahrzeugen im Jahr 1891. Das Unternehmen existiert allerdings schon viel länger. Seit 1810 stellte die Eisengießerei der Gründerfamilie Peugeot u.a. Sägeblätter und Uhrenfedern her. Mahlwerke für die Bauindustrie und den heimischen Bedarf gehören auch heute noch zum Repertoire des Unternehmens.

Weitere heute noch sehr erfolgreiche Marken sind Renault (Gründung 1899) und Citroën, das André Citroën nach dem 1. Weltkrieg gründete. Zum populärsten Modell von Citroën wurde der zwischen 1949 und 1990 produzierte 2CV, in Deutschland und Österreich liebevoll "Ente" genannt. In der Schweiz heißt er "Döschwo". Den 2CV gab es als Limousine, Lieferwagen ("Kastenente") und zwischen 1960 und 1971 in einer Sahara-Ausführung.

Die "Ente" ist das bekannteste französische Automodell überhaupt. Für Citroën diente er als Basis für weitere Modelle: Ami, Dyane und Méhari.

Eine heute nicht mehr existierende Marke war die Société Industrielle de Mécanique et Carrosserie Automobile, abgekürzt SIMCA. Die stellte ab 1934 als lizensiertes Unternehmen Fiat-Modelle in Frankreich her, später kamen eigene Modelle dazu. Nach der Übernahme durch Peugeot 1978 wurde die Marke SIMCA aufgegeben.

Alle vorgestellten Wagen werden in der Französische Oldtimer Auktion im Onlineauktionshaus Catawiki versteigert. Die Auktion endet am 10. August um 20 Uhr.

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