Den teuersten Aufrufpreis der Auktion hat ein Paar seltener Gemälde des flämischen Barockmalers Jacob Jordaens inne. Jordaens lebte und arbeitete in Antwerpen, wo er ein viel frequentiertes Atelier besaß. Für die Bedeutung der Antwerpener Schule im 17. Jahrhundert ist er einem Peter Paul Rubens oder Anthonis van Dyck gleichzusetzen.

Beide Gemälde von Jacob Jordaens, die nun am 8. Juni in der Uppsala Auktionskammare versteigert werden, stammen aus demselben Familienbesitz, in dem sie sich seit den 1960er Jahren befinden. Zu beginn des 20. Jahrhunderts waren sie Teil mehrerer Ausstellungen in Belgien, bevor sie 1922 vom belgischen Kunsthändler Alphonse Cels in private Hände verkauft worden waren.

Die führende Restauratorin für Jordaens-Gemälde Catherine van Herck, bestätigt den guten Zustand der Gemälde, die in den 1640er Jahren entstanden sind.

WILHELM KUHNERT (1865 Oppeln - 1926 Flims) - Ruhende Zirkuslöwen, Öl/Lwd., signiert, ca. 1910 WILHELM KUHNERT (1865 Oppeln - 1926 Flims) - Ruhende Zirkuslöwen, Öl/Lwd., signiert, ca. 1910

Ein weiteres interessantes Gemälde der Auktion stammt von Wilhelm Kuhnert, einem der bedeutendsten Tiermaler seiner Zeit, dessen Lieblingsmotiv Löwen waren. Auch die bedeutende Vertreterin der Neuen Sachlichkeit im Deutschland der 1920/30er Jahre, Lotte Laserstein, ist mit einem weiblichen Akt in Rückenansicht vertreten. Die Künstlerin emigrierte 1937 nach Schweden. Des Weiteren finden wir ein Werk, das dem Orientalisten Ferdinand Max Bredt zugeschrieben wird.

Ein bedeutendes Paar silberner Kerzenleuchter haben wir hier vor uns. Gefertigt wurden sie um 1747 vom Berliner Hoflieferanten Christian Lieberkühn für den preußischen König Friedrich II., der sie für seine Lieblingsresidenz Sanssouci in Potsdam bestellt hatte.

Mehr als 150 Jahre nach Christian Lieberkühn bewies Josef Hoffmann in der Wiener Werkstätte mit dieser Fußschale aus Messing, dass auch er etwas von der schmückenden Ausformung von Metall verstand. Hoffmann hatte die Wiener Werkstätte 1903 gemeinsam mit Koloman Moser und Fritz Waerndorfer gegründet, um dem Kunsthandwerk eine neue Richtung und eine neue Qualität zu geben, die im Laufe der Industrialisierung weitestgehend abhanden gekommen war.

Ebenfalls in der Auktion vertreten: Schöne und bedeutende Antiquitäten aus Holz.

Anders Åkerman war sowohl als Kupferstecher als auch als Hersteller von Globen tätig. Letzteres übte er ab 1758 für die Kosmographische Gesellschaft der Universität Uppsala aus, wo auch das abgebildete Paar mit Erd- und Himmelsglobus entstanden ist.

Aus der Werkstatt David Roentgens in Neuwied stammt dieser Louis XVI-Sekratär aus Eiche und Mahagoni. Roentgen war der führende Ebenist seiner Zeit und belieferte sämtliche Fürstenhöfe Europas. Die meisten Stücke, darunter auch dieses, wurden jedoch nach Russland geliefert.

Sein Modell 830 stellte der Luxus-Automobilhersteller Horch im Februar 1933 auf der 23. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung erstmalig vor. Den PKW gab es in verschiedenen Ausführungen, u.a. als Roadster, Limousine oder eben als Cabriolet. Die Produktion des 830 dauerte bis 1940.

Die Internationell Kvalitetsauktion der Uppsala Auktionskammare findet vom 7. bis 9. Juni statt und umfasst mehr als 1300 bedeutende und qualitätsvolle Objekte von internationaler Provenienz.

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